Mordprozess

Asylbewerber aus Borna zu lebenslanger Haft verurteilt

Die Verteidigung des Angeklagten Ghassan T. plädierte auf Totschlag in einem minderschweren Fall.

Die Verteidigung des Angeklagten Ghassan T. plädierte auf Totschlag in einem minderschweren Fall.

Leipzig/Borna. Für die Tötung seiner Ehefrau in der Bornaer Asylunterkunft Witznitzer Straße ist der 33-jährige Angeklagte zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt worden. Das Gericht befand Ghassan T. des Mordes aus Heimtücke für schuldig. "Der Angeklagte hat unvermittelt auf sein arg- und wehrloses Opfer eingestochen", sagte der Vorsitzende Richter Hans Jagenlauf. Das Motiv habe in der vom Angeklagten angenommenen, aber nicht begründeten Eifersucht gelegen.

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Verteidigung plädiert auf Totschlag

Damit folgte sie Strafkammer der Forderung der Staatsanwaltschaft, die zuvor für eine Verurteilung wegen Mordes aus Heimtücke plädiert hatte. Der Angeklagte Ghassan T. habe die Arg- und Wehrlosigkeit seines Opfers ausgenutzt, so auch Staatsanwältin Katrin Minkus. Trotz vieler vorangegangener Streitigkeiten habe die Ehefrau nicht mit einem solchen Angriff rechnen können, betonte die Vertreterin der Staatsanwaltschaft in ihrem Plädoyer.

Der Verteidiger, Rechtsanwalt Stefan Wirth, plädierte dagegen für eine Verurteilung wegen Totschlags in einem minderschweren Fall, ohne ein konkretes Strafmaß zu fordern.

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Angeklagter hat die Tat gestanden

Zum Prozessauftakt im September hatte der Syrer die Tat zugegeben. Demnach hat er zugestochen, weil ihn seine Frau über Monate hinweg mit einem anderen Mann betrogen haben soll. Am Abend des 4. Februar dieses Jahres soll er seiner 24 Jahre alten Ehefrau einen wuchtigen Stich mit einem Küchenmesser in den Oberkörper versetzt haben. Die Frau war an inneren Blutungen gestorben. Die Tat hatte sich vor den Augen der beiden damals ein und zwei Jahre alten Söhne des Paares ereignet. Sie sind seitdem in der Obhut des Jugendamtes.

Der Prozess hatte sieben Verhandlungstage gedauert. Es wurden mehrere Zeugen aus dem Asylheim, Einsatzkräfte und Sachverständige gehört.

Von dpa/thl

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