Verein Konzeptwerk

Braunkohle-Debatten in Groitzsch und Großstolpen

Der Braunkohleabbau – hier ein Absetzer im Tagebau Schleenhain – und der Strukturwandel stehen im Mittelpunkt von Veranstaltungen in Groitzsch und Großstolpen.

Der Braunkohleabbau – hier ein Absetzer im Tagebau Schleenhain – und der Strukturwandel stehen im Mittelpunkt von Veranstaltungen in Groitzsch und Großstolpen.

Groitzsch/Großstolpen. Der Verein Konzeptwerk Neue Ökonomie aus Leipzig ist mit seiner Veranstaltungsreihe "Braunkohle in der Region: gestern – heute – morgen" in Groitzsch und Großstolpen zu Gast. Im Mittelpunkt steht jeweils ab 19 Uhr ein etwas anderer als der staatliche Blick auf den "Strukturwandel und seine Schicksale". Die ersten Veranstaltungen fanden in Böhlen und Borna statt, wo es um das Leipziger Braunkohlenrevier zu DDR- sowie Wendezeiten ging.

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In Groitzsch geht es um „Umsiedlungsgeschichten“

Am 6. August heißt es im Sportlerheim Groitzsch „Umsiedlungsgeschichten hier und anderswo“. Es geht um persönliche Erfahrungen mit dem Abbau fossiler Ressourcen, informiert das Konzeptwerk. Peter Donatus, der im nigerianischen Lagos aufwuchs, spricht über die Mineralölförderung in dem afrikanischen Land. Er setzt sich als Umwelt- und Menschenrechtsaktivist gegen die Machenschaften der Großkonzerne und die Verseuchung des Nigerdeltas ein.

Bürgerinitiative „Zukunft statt Braunkohle – Region Lützen“

Mit dabei ist auch Dorothee Berthold von der Bürgerinitiative „Zukunft statt Braunkohle – Region Lützen“, die eine Erweiterung des Tagebaus Profen/Domsen verhindern will. Sie wuchs im Großgrimmaer Ortsteil Grunau auf (Sachsen-Anhalt), der für den Braunkohleabbau zerstört wurde. Es moderieren Josephine Kellert und Michael Lieber.

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Thema in Großstolpen sind „Widerstandsgeschichten“

Zwei Tage später, am 8. August, ist der Titel im Kulturhaus Großstolpen „Alle Dörfer bleiben – weltweit: von aktuellen Widerstandsgeschichten“. Hier berichtet mit Tonny Nowshin eine Aktivistin aus Bangladesch (auf Englisch). Dort sind die größten Mangrovenwälder der Erde vom Steigen des Meeresspiegel aufgrund des Klimawandels bedroht. Zudem kämpft sie auch gegen den Braunkohleabbau. Wie Jens Hausner aus dem Groitzscher Ortsteil Pödelwitz. Er engagiert sich mit einer Bürgerinitiative gegen eine Abbaggerung seines Dorfes. Hier sind die Moderatoren Kellert und Felix Wittmann.

Eingeladen sind vor allem Menschen, deren Leben von der Braunkohle geprägt wurde

Beide Veranstaltungen sind öffentlich. Eingeladen sind vor allem Menschen, deren Leben von der Braunkohle geprägt wurde und wird. Es geht darum, Zusammenhänge der verschiedenen Regionen und Geschichten herzustellen und Herausforderungen für die Zukunft zu finden. Es soll reichlich Austausch geben, so das Konzeptwerk Neue Ökonomie.

Der gemeinnützige Verein setzt sich für eine neue, ökologische und soziale Wirtschaft ein. Er sieht sich als Teil einer Bewegung, die viele Wege für Alternativen zum kapitalistischen Wirtschaften sucht.

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Geändert am 27. Juli 2019: Wechsel des Veranstaltungsortes am 8. August wegen Absage für Bürgerbegegnungszentrum Neukieritzsch.

Von Olaf Krenz

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