Ausstellung

Erste Winterschau im Museum Pegau: Die Brunnen von Peres und ihre Zeit

Die winterliche Sonderausstellung im Museum Pegau hat bis zum April geöffnet.

Die winterliche Sonderausstellung im Museum Pegau hat bis zum April geöffnet.

Pegau. Erstmals in seiner Geschichte bietet das Museum der Stadt Pegau über die Wintermonate eine Sonderausstellung an. Sie beschäftigt sich mit der Linienbandkeramischen Zeit und beleuchtet insbesondere die jüngsten Brunnenfunde aus dem Tagebau Peres, informiert der Museumsleiter Hans-Hermann Koch. „Geschichtslehrer Michael Rabe von der Oberschule Pegau hat zusammen mit Schülern des Neigungskurses ,Archäologie – das Geheimnis des Brunnens’ diese Ausstellung vorbereitet“. Auf zahlreichen Bildern und Tafeln trugen die Jugendlichen ihre Erkenntnisse um die Brunnenfunde zusammen.

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Thematisch beschäftigten sich die Archäologiefreunde mit der Zeit um 5500 vor Christi Geburt und erstellten einen Zeitstrahl mit allen wichtigen geschichtlichen Etappen bis ins 20. Jahrhundert. Dazu erhalten die Besucher einen Überblick über die Themen auf den folgenden 14 Tafeln – sie reichen von der Zeit der Bandkeramik über das Siedlungswesen, die Lebensbedingungen, Ausbreitungsgebiete und Funde in Sachsen bis hin zu Darstellungen der linienbandkeramischen Siedlung. Eine zentrale Rolle spielen dabei die Funde aus dem Tagebau Peres.

Im Herbst 2014 hatten Archäologen insgesamt sieben Brunnen freigelegt, zwei davon wurden mit Schwerlastkränen als tonnenschwere Blöcke geborgen und in einer Landwirtschaftshalle in Großstolpen unter Laborbedingungen untersucht. Während die Arbeiten am kleineren Brunnen bereits abgeschlossen sind, dringt das Grabungsteam seit fast zwei Jahren Schicht für Schicht in dem größeren Exemplar vor. Zahlreiches organisches Material wie Getreide, Grashalme und Käfer, aber auch ein Gewirr an Hölzern und Feuersteinen sind hier über die Jahrtausende konserviert worden. „Die Brunnen sind ein Sammelbecken von Funden über den Alltag, die wertvolle Aufschlüsse über das Leben der Steinzeitmenschen, die damalige Fauna und Flora geben“, so Hans-Hermann Koch weiter.

Das Museum ist eigens für diese Sonderausstellung bis zum 15. April jeden Dienstag, Donnerstag und Sonntag von 8 bis 11 Uhr geöffnet.

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Von Kathrin Haase

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