Weihnachtsbaumfeuer

Feuerwehr Kitzscher ist fit fürs neue Jahr

Erja-Johanna Ludewig und Robin Kloy gehören zu den Neulingen bei der Freiwilligen Feuerwehr in Kitzscher.

Erja-Johanna Ludewig und Robin Kloy gehören zu den Neulingen bei der Freiwilligen Feuerwehr in Kitzscher.

Kitzscher. Die Freiwillige Feuerwehr Kitzscher ist fit für das noch junge Jahr: Am Sonnabend trafen sich die Floriansjünger zur traditionellen Bereitschaftsmeldung vor Bürgermeister Maik Schramm. „Wir sind wohl die einzige Kommune, in der es so etwas gibt“, sagte Wehrleiter Marco Baaske.

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Mehr als zehn Neuzugänge in Kitzscher

Die Bereitschaftsmeldung fiel ihm durchaus leicht, schließlich verfügt die Feuerwehr jetzt über 53 Aktive. „Wir hatten reichlich Neuzugänge, im vergangenen Jahr waren wir noch 42.“ Man habe reichlich Werbung für dieses Ehrenamt gemacht, der Erfolg ließ nicht auf sich warten.

Nur einer der Neuzugänge kam aus den Reihen der Jugendwehr, zwei seien aus anderen Gemeinden zugezogen, der Rest sind Leute, die sich meist ganz ohne Vorgeschichte für den Eintritt in die Freiwilllige Feuerwehr entschieden haben.

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Doppelte Tradition in Kitzscher

Doppelte Tradition in Kitzscher: Bereitschaftsmeldung der Feuerwehr und Weihnachtsbaumfeuer.

Ausbildung und Motivation im Fokus

„Jetzt geht es darum, die Neuen auszubilden und bei uns zu halten“, so Baaske. „Man muss die Leute bei Laune halten und ihnen etwas bieten“, weiß Baaskes Stellvertreter Torsten Schattulat. Das fängt schon bei den jüngsten Mitgliedern an. Die Jugendwehr konnte sich mittlerweile von bisher 13 auf nun 20 Mitglieder vergrößern. „Von allein kommt aber niemand, da müssen wir auch schon mal in die Schule gehen“, so Baaske. Ab einem Alter von acht Jahren steht die Jugendwehr interessierten Kindern offen.

Junge Leute rücken nach

Seit September 2018 ist Erja-Johanna Ludewig bei der Feuerwehr. „Ich wollte etwas Gemeinnütziges machen“, sagte die 18-jährige Abiturientin. Dabei gehe es ihr gar nicht um Löscheinsätze, das sei ohnehin nicht so ihr Ding. „Doch bei der Feuerwehr werden ja auch Leute fürs Organisatorische und den Schreibkram gebraucht.“ Eine Feuerwehr-Tradition gibt es in ihrer Familie nicht, auch beruflich gab es bisher keine Berührungspunkte – die junge Frau möchte Lehramt studieren.

Die Jugendwehr stand mit Fackeln bereit, um das Neujahrsfeuer zu entzünden

Die Jugendwehr stand mit Fackeln bereit, um das Neujahrsfeuer zu entzünden.

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Von der Marine ins Ehrenamt

Auch der 33-jährige Robin Kloy ließ sich fürs Mitmachen begeistern. „Ich war vier Jahre bei der Marine, dort war ich Brandabwehr-Truppführer“, so der heutige Hausmeister an der Berufsschule. So entstand ein erstes Interesse an den Aufgaben der Feuerwehr. In Kitzscher machte er nun Nägel mit Köpfen und stieg bei der örtlichen Wehr ein. Er hat es nicht bereut. „Wir sind eine tolle Mannschaft, als Neuling wird man hier nicht schräg angeschaut.“ Früher habe er Fußball gespielt, doch das habe sich irgendwann im Sande verlaufen. „Nun wollte ich wieder eine sinnvolle Freizeitgestaltung finden.“

Das neue Jahr wurde mit reichlich Feuer begrüßt. Schon im Vorfeld konnten Einwohner ihre alten Weihnachtsbäume abgeben, viele verbanden das gleich mit einer Spende für die Jugendarbeit – eine Tradition, die bleiben soll.

Von Bert Endruszeit

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