Sorgenlos

Feuerwehr Kitzscher kann mit reichlich Nachwuchs rechnen

Wollen in die Fußstapfen der Großen treten: Jessica Arlt, Joana Lachmann und Lukas Keller (v.li.) halten schon mal Helme der „großen Wehr“ in den Händen.

Wollen in die Fußstapfen der Großen treten: Jessica Arlt, Joana Lachmann und Lukas Keller (v.li.) halten schon mal Helme der „großen Wehr“ in den Händen.

Kitzscher. „Das ist mein erster Appell“, sagte Marco Baaske, seit fast genau einem Jahr Wehrleiter der Freiwilligen Feuerwehr Kitzscher. Die Veranstaltung am Sonnabend vor dem Gerätehaus der Wehr geht auf eine lange Tradition zurück: Dem Bürgermeister als Dienstherrn der Floriansjünger wird gemeldet, dass Mannschaft und Technik im neuen Jahr für Einsätze zur Verfügung stehen.

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Und da alles rund um das Thema Feuerwehr auf viele Einwohner eine große Anziehungskraft ausübt, gibt es zur offiziellen Bereitschaftsmeldung natürlich das passende Rahmenprogramm. So wanderten am Sonnabend zahlreiche ausgediente Weihnachtsbäume ins Feuer. Um die 100 Bäume landeten in den Flammen – ein wärmender Lichtblick.

In einem guten Licht stehen die Wehren in Kitzscher und Trages aktuell ohnehin: 42 Aktive gehören dazu, bei gleichbleibender Tendenz. „Hier haben wir keine Sorgenfalten, unsere Jugendwehr bringt uns immer wieder neue aktive Mitglieder“, sagte Baaske. Mit 16 Jahren dürfen junge Leute bei der Freiwilligen Feuerwehr schon überall dabei sein. Am Sonnabend war es für Christian Lämmel soweit. Der 16-Jährige kam 2013 zur Jugendwehr Trages, jetzt hat er alle nötigen Schulungen absolviert. Zum Hohenneujahrsfeuer wurde er offiziell in die Reihen der Großen aufgenommen.

Für die Lehrgänge muss jeder angehende Feuerwehrmann viel Zeit investieren, alles in allem mindestens zwölf Wochenenden. „Das ist schon ein ordentliches Pensum“, so Baaske.

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Hinter vielen Lehrgängen steht Nico Lehmann. Der Jugendwart weiß, wie man junge Leute für die Feuerwehr begeistern kann. „Bei uns geht es nicht nur um den praktischen Dienst, sondern auch um Spiel, Spaß, Zeltlager und Schwimmbadbesuche. Wir lassen uns immer etwas einfallen.“ Geduld müsse man stets mitbringen. „Es gibt ja immer ganz verschiedene Charaktere unter den Jugendlichen. Da muss man wissen, wie man damit umgeht“, so Lehmann.

Eine Ausbildung bei der Feuerwehr sei immer sinnvoll. „Und wenn die jungen Leute später wegziehen sollten – andere Feuerwehren sind immer dankbar für neues Personal“, meint Lehmann. Seine Tochter mischt längst bei der Feuerwehr mit. „In zwei Jahren kann sie dann auch in die aktive Abteilung wechseln.“

Mit dem buchstäblichen Feuereifer sind Jessica Arlt (12), Joana Lachmann (14) und Lukas Keller (14) bei der Wehr dabei. „Das macht sehr viel Spaß, die Kameradschaft ist richtig gut“, sagte Lukas. „Wir wollen natürlich alle später auch in die große Wehr.“ Er findet es toll, dass bei der Feuerwehr Rücksicht auf sein anderes großes Hobby genommen wird, den Fußball. „Denn durch das Training kann ich nicht immer zum Feuerwehrdienst erscheinen. Dafür gibt es aber volles Verständnis.“

Die Freiwillige Feuerwehr Kitzscher verzeichnete im vergangenen Jahr übrigens einen deutlichen Anstieg ihrer Einsätze. Waren es 2016 noch 21, kamen 2017 schon 43 zusammen. „Vieles hatte mit den Unwettern zu tun, wir mussten nach Sturmschäden etliche Bäume von den Straßen holen“, so Baaske.

Von Bert Endruszeit

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