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Landkreis Leipzig

Forschungsprojekt für geordnetes Wachstum von Wohnstandorten

Wohnungen sind mitunter Mangelware.

Wohnungen sind mitunter Mangelware.

Landkreis Leipzig. Gegensätze ziehen sich an. Nicht anders ist das bei Metropolen und ländlichen Räumen. Im Spannungsfeld zwischen wachsender Großstadt und Umland ist ein Projekt angesiedelt, das den Namen Interko2 trägt. Unter diesem Stichwort soll ein integriertes Wohnflächenkonzept für das Umfeld der Städte Leipzig und Halle entwickelt werden. Einer der Partner ist dabei der Landkreis Leipzig.

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Demografische Trends frühzeitig erkennen

„Unser Ziel ist es, in einem kooperativen Beteiligungsprozess zwischen Metropolen und Umland ein Instrument zu entwickeln, mit dem wir in Zukunft frühzeitig demografische Trends erkennen und daraus verschiedene Szenarien ableiten können. Sowohl für den Landkreis Leipzig und seine Kommunen als auch für die Landes- und Regionalplanung kann Interko2 von Bedeutung sein, wenn es darum geht, die Rolle der Mittel- und Grundzentren zu diskutieren und Präferenzstandorte für Wohnen und Mobilität zu definieren“, erklärte Landrat Henry Graichen zum Start des Projektes.

Mehrere Partner aus Mitteldeutschland

Neben dem Landkreis Leipzig gehören auch die Stadt Leipzig und der Lehrstuhl für Wirtschaftsgeografie der Friedrich-Schiller-Universität Jena zu den Partnern des Projektes, das unter Federführung des Leibniz-Instituts für Länderkunde (IfL) realisiert wird. Als Partner sind unter anderem die Metropolregion Mitteldeutschland, die Stadt Halle, der Landkreis Nordsachsen, der Saalekreis, der Saale-Holzlandkreis, der Mitteldeutsche Verkehrsverbund, der Regionale Planungsverband und der Verband Sächsischer Wohnungsgenossenschaften in das Projekt eingebunden.

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Kreise und Kommunen erhalten Statistikdaten

Das Umland der wachsenden Großstädte Leipzig, Halle und Jena sei regional differenziert durch Zuwanderung und starke Bevölkerungsrückgänge geprägt. Das Projekt „Interko2 – Integriertes Wohnflächenkonzept in großstädtischen Wachstumsräumen“ verfolge das Ziel, in einem kooperativen Prozess die Interessen der Umlandgemeinden mit den Entwicklungserfordernissen wachsender Großstädte in Einklang zu bringen, betont Graichen. Dazu soll ein leistungsfähiges Monitoring-System aufgebaut werden. Daten zu Entwicklungstrends auf Ortsteilebene, etwa zu Zu- und Wegzügen, sollen zukünftig regelmäßig erfasst und Kreisen sowie Kommunen zur Verfügung gestellt werden.

Wanderungsbewegung rund um Leipzig

Björn Braunschweig von der Friedrich-Schiller-Universität Jena erklärte kürzlich zum Vorhaben: "Leipzig hat nach starken Bevölkerungsverlusten bis zum Jahr 2000 einen Leerstand von rund 22 Prozent der Wohnungen, welcher zwischenzeitlich auf nur noch drei Prozent im Jahr 2015 zurückgegangen ist. Dies löste eine Wanderungsbewegung ins nähere Umland aus und erhöhte die Bautätigkeit im Ein- und Zweifamilienhaus-Segment im Außenbereich. Unzureichendes Monitoring, Konkurrenzdenken und fehlende Kooperation lassen diese Entwicklung weitgehend ungesteuert verlaufen und verschärfen die funktionellen und ökologischen Defizite", so der Wissenschaftler. Dem wolle Interko entgegenwirken.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziert das Vorhaben mit 1,3 Millionen Euro. Geforscht werden soll bis zum Jahr 2023.

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Von Simone Prenzel

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