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Musik

Groitzscher Kinderchöre proben für Musical

Der Kinderchor Groitzsch probt hier unter der Leitung von Michael Rentzsch für das Musical „Franz von Assisi – der kleine Bruder“.

Der Kinderchor Groitzsch probt hier unter der Leitung von Michael Rentzsch für das Musical „Franz von Assisi – der kleine Bruder“.

Groitzsch.Die Mädchen und Jungen stehen locker im Halbkreis und dürfen sich nach Herzenslust schütteln und recken und strecken. Überkopf pflücken sie unsichtbare Äpfel vom Baum, dann klappen sie laut seufzend mit dem Oberkörper nach vorn und stimmen in ein anschwellendes „fffffffff“, „sssss“ und „mmmmmmmh“ ein.

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15 Kinder sind im Chor

Niemand kichert über die komischen Laute und Verrenkungen, denn von ihren Chorleitern Daniel Wolf und Michael Rentzsch haben sie gelernt, dass Atem- und Lockerungsübungen ganz wichtig für die Stimmbänder sind. 15 Kinder im Alter von fünf bis elf Jahren singen derzeit im Kinderchor der Grundschule Groitzsch.

Aufführung am 12. August

Seit Ostern verfolgen die kleinen Sänger ein ehrgeiziges Ziel: Zum Kirchgemeindefest und Schulanfänger-Gottesdienst am 12. August wollen sie zusammen mit den Christenlehrekindern, dem Nachwuchschor des Groitzscher Wiprechtgymnasiums und mehreren Musikern (Klavier, Bassgitarre, Streicher) ein Kindermusical in der Frauenkirche Groitzsch aufführen: „Franz von Assisi – der kleine Bruder“.

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Geschichte des Heiligen Franz von Assisi

Das 30-minütige Stück stammt aus der Feder des Geraer Liedermachers und Folksängers Wilfried Mengs und erzählt in nachdenklichen Dialogen und einfühlsamen Liedern die Geschichte des Heiligen Franz von Assisi. Der Heilige Franziskus (1182/83 bis 1226) wandte sich einst vom Luxusleben als Sohn reicher Kaufleute ab und wählte ein Leben mit und für die Armen und Kranken – genau der richtige Stoff, um über die Konflikte zwischen den Generationen, über Gerechtigkeit, aber auch den Glauben nachdenken.

Keine Scheu, Fragen zu stellen

Dieses Mal üben die Kinder den Song „Daniel, wie hast du das gemacht“. Michael Rentzsch, der mit seiner Familie seit zweieinhalb Jahren in Groitzsch lebt und als Informatiker arbeitet, begleitet sie auf der Gitarre. Die meisten Mädchen und Jungen können den Text schon auswendig, andere müssen noch ein bisschen improvisieren und auf den Zettel illern.

Dann widmen sie sich dem letzten Lied im Musical „Einfach leben“. Der Text ist tiefsinnig, aber klar verständlich: „Einfach leben. Einfach essen. Einfach liegen. Einfach beten. Einfach Häuser bauen...“. Die Kinder verstehen, um was es geht und scheuen sich auch nicht, Fragen zu stellen.

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Bis zur Aufführung am 12. August in der Frauenkirche ist noch eine Weile Luft zum Üben. In der letzten Ferienwoche soll es intensivere Proben geben, erzählt der ehrenamtliche Chorleiter. Unterdessen kümmert sich die Gemeindepädagogin Jana Pönisch mit ihrem Team um die Requisiten, die passende Bühnendekoration und Kostüme. Die Besucher dürfen gespannt sein...

Von Kathrin Haase

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