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Kostensteigerung

Grundschulanbau in Regis-Breitingen verzögert sich

Die Grundschule Regis-Breitingen erhält einen Anbau, allerdings etwas später.

Die Grundschule Regis-Breitingen erhält einen Anbau, allerdings etwas später.

Regis-Breitingen.Die Erweiterung der Grundschule Regis-Breitingen wird sich wohl um ein Jahr verzögern. Zumindest ist die erhoffte Freigabe zum Schuljahresbeginn in diesem August vom Tisch. Die Preisentwicklung hätte das Budget der Stadt gesprengt. Jetzt hat sie einen zweiten, höheren Förderbescheid aus dem europäischen Leader-Programm erhalten, der die erforderlichen Mittel aus dem kommunalen Haushalt für das Projekt in einem erträglichen Rahmen belässt.

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Allerdings muss ein neues Planungsbüro gefunden werden. „Es soll dennoch so schnell wie möglich gehen, damit es wenigstens zum Start des Schuljahrs 2020/21 fertig ist“, sagt Bürgermeister Wolfram Lenk (Die Linke).

Bürgermeister Lenk zieht die Reißleine für Bauprojekt

Es hatte sich in der Januar-Sitzung des Technischen Ausschusses noch so gut angehört. Wenn die Mädchen und Jungen nach den Sommerferien am 16. August 2019 in die Grundschule zurückkehren, sollte ein Anbau mit einem sechsten Klassenzimmer und einem Kreativraum bereitstehen.

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Während die Ausschreibung für die Bodenplatte mit Heizung-, Sanitär- und Elektroinstallation vorbereitet wurde, sollte in der Stadtratssitzung Ende Januar bereits der Auftrag für den Holzbohlenaufbau der Erweiterung vergeben werden, dem Hauptgebäude entsprechend. Doch da zog Bürgermeister Lenk die Reißleine. Nach einer vorherigen nicht öffentlichen Absprache mit den Abgeordneten setzte er das Thema von der Tagesordnung ab – mit Verweis auf Klärungsbedarf wegen der Gesamtkosten.

Ursprünglich sollte Anbau-Projekt rund 240.000 Euro kosten

Das ursprüngliche Anbau-Projekt sollte rund 240.000 Euro kosten. Dafür war auch Monate zuvor die Leader-Förderung beantragt worden. Inzwischen ging die Stadt nach der Vorlage von zwei Angeboten für die Holzkonstruktion allerdings schon von mehr als 300.000 Euro aus. Mit der Befürchtung um eine dann ebenfalls viel teurere Bodenplatte wurde das Verfahren gestoppt. Das Vorhaben wurde mit den aktuellen Beträgen nach dem gewaltig gestiegenen Baupreisindex durchgerechnet. Und die Stadt stellte einen neuen Antrag an die Leader-Region „Südraum Leipzig“.

Die Grundschule Regis-Breitingen soll einen Anbau bekommen. Doch der lässt auf sich warten.

Die Grundschule Regis-Breitingen soll einen Anbau bekommen. Doch der lässt auf sich warten.

Jetzt ist, recht schnell, der Bewilligungsbescheid eingetroffen. Er sagt der Kommune knapp 323.000 Euro zu. Was bedeutet, dass bei 75 Prozent Förderung die Gesamtkosten mit über 430.000 Euro ermittelt wurden. „Das ist ja Wahnsinn, immerhin ein Drittel der Summe vom gesamten Grundschulbau vor sechs Jahren“, konnte es CDU-Stadtrat Ingo Opitz in der jüngsten Ausschusssitzung nicht fassen.

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2011/2012 hatte Regis-Breitingen 1,2 Millionen Euro investiert. „Die Preise sind so schlecht für Auftraggeber“, meinte Lenk. „Allein 50.000 Euro stammen nur vom Indexanstieg.“

Zusätzliches Klassenzimmer in Regis dringend benötigt

Entgegen der Dringlichkeit, mit der das zusätzliche Klassenzimmer benötigt wird, muss die Kommune auch noch einen anderen Planer wählen. Wegen schwerer Krankheit steht das Architekturbüro vom Grundschulbau nicht mehr zur Verfügung. Also wird es in diesem Sommer zunächst eine Zwischenlösung geben müssen, schließlich wird der Unterrichtsraum bei mehr als 30 erwarteten Einschulungen benötigt.

Denn erst mit dem neuen Planer können auch neue Ausschreibungen herausgegeben werden. Womöglich kommen da Alternativen bei der Baugestaltung ins Spiel, meint der Bürgermeister nun. „Ob wieder aus Holz oder ein Massivbau, muss das neue Büro untersuchen und vorschlagen.“ Die rote Farbe werde sicherlich gehalten, damit sich der Anbau einpasst. Auf jeden Fall aber soll das Projekt nicht noch einmal teurer werden.

Von Olaf Krenz

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