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Wohnungen dringend gesucht

Landkreis Leipzig: Für Flüchtlinge aus der Ukraine fehlen Betten, Tische und Stühle

Im Grimmaer Möbelfundus haben Stev Päßler (l.) und Patrick Lütke alle Hände voll zu tun. Noch mehr Möbel werden gebraucht, um Wohnungen für Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine auszustatten.

Im Grimmaer Möbelfundus haben Stev Päßler (l.) und Patrick Lütke alle Hände voll zu tun. Noch mehr Möbel werden gebraucht, um Wohnungen für Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine auszustatten.

Landkreis Leipzig. In Windeseile werden derzeit Wohnungen für Geflüchtete hergerichtet. Über 200 wurden dem Kreis von Wohnungsgesellschaften und Privatleuten schon gemeldet. Doch als Problem stellt sich vielfach die fehlende Möblierung heraus. Zwar steht bei Wohnungsunternehmen oder auch privaten Vermietern die eine oder andere Bleibe leer.

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Doch es mangelt an Betten und Schränken, Stühlen und Küchenausstattung: Deshalb ruft der Landkreis Leipzig jetzt dazu auf, vorrangig Möbel und Ausstattungsgegenstände zu spenden. Wegen Lieferzeiten im normalen Möbelhandel von vier bis sechs Wochen werde man auf den Fundus auch von Sozialkaufhäusern zurückgreifen, teilte das Landratsamt am Montag mit. „Wer also Möbel und Küchengeräte spenden möchte, kann diese beim Möbelfundus in Grimma oder auch in den Möbelbörsen in Borna, Markkleeberg oder Zwenkau abgeben“, erklärte Kreissprecherin Brigitte Laux.

Aufruf an private Vermieter

Außerdem erneuerte der Landkreis angesichts der rund 5000 erwarteten Flüchtlinge aus der Ukraine seinen Aufruf an private Vermieter, Wohnraum zur Verfügung zu stellen. Freie Wohnungen könnten unter Angabe der Kontaktdaten, der Wohnungsgröße, der Anzahl der Zimmer und ob bereits eine Ausstattung vorhanden ist, an die Mail-Adresse unterbringung.asyl@lk-l.de gemeldet werden. „Wichtig ist, dass es sich dabei um dauerhafte Angebote und auch möglichst um abgeschlossene Wohneinheiten handelt“, so Laux.

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Möbelbörsen und Sozialkaufhäuser

An folgenden Stellen können ab sofort Möbel und andere Ausrüstungsgegenstände für Kriegsflüchtlinge abgegeben werden:

Borna Sozialkaufhaus der Erwerbslosen- und Sozialhilfeinitiative Leipzig e. V.

Deutzener Straße 14, Telefon 03433 7787994, E-Mail eshskh@web.de

Mo.-Do. 8-16 Uhr, Fr. 8-14 Uhr

Grimma Möbelfundus des Bildungs- und Sozialwerkes Muldental e. V.

Prophetenberg 7, Telefon 03437 7075164

Mo., Mi., Fr. 8-12 und 13-16 Uhr, Di., Do. 8-12 und 13-18 Uhr

Markkleeberg DRK-Sozialmarkt

Hauptstraße 231, Telefon 031 30879848

Di., Mi. 10-16 Uhr, Fr. 10-15 Uhr

Zwenkau DRK-Sozialmarkt

Schulstraße 17, Telefon 034203 32439

Mo., Mi. 10-16 Uhr, Do. 10-18 Uhr

Höchstsätze für Miete unterscheiden sich im Landkreis Leipzig von Kommune zu Kommune

Die Miethöhe, die vom Staat erstattet wird, müsse sich an den geltenden Sätzen für die so genannten Kosten der Unterkunft orientieren. Diese variieren von Kommune zu Kommune. So gelten in den Städten Borna, Grimma, Markkleeberg und Markranstädt sowie in drei weiteren Teilbereichen (West, Ost und Mitte) jeweils andere Richtwerte. Die Höhe der Miete, die nach der seit 1. April 2021 gültigen Tabelle erstattet wird, richtet sich nach der jeweiligen Situation auf dem Wohnungsmarkt. Da das Mietniveau in der Region von Ort zu Ort schwankt, macht die Unterteilung auch einen Unterschied zwischen den einzelnen Regionen. Generell gilt: Wo das Wohnen teurer ist, wie in Leipzig-nahen Kommunen, werden nun für die Unterbringung von Flüchtlingen auch höhere Zuschüsse überwiesen. Die gleichen Sätze gelten übrigens für Empfänger von Hartz-IV-Leistungen.

Kosten der Unterkunft im Landkreis Leipzig: Die Werte, die privaten Vermietern für die Unterbringung von Kriegsflüchtlingen aus der Ukraine erstattet werden, unterscheiden sich von Ort zu Ort teilweise sehr deutlich.

Kosten der Unterkunft im Landkreis Leipzig: Die Werte, die privaten Vermietern für die Unterbringung von Kriegsflüchtlingen aus der Ukraine erstattet werden, unterscheiden sich von Ort zu Ort teilweise sehr deutlich.

Neben den Informationen zur Bereitstellung von Wohnraum ergeht erneut der Appell des Landkreises an die Menschen, die bereits privat Hilfe leisten: Die derzeitigen "Herbergseltern" sollten die Vertriebenen unbedingt dabei unterstützen, sich beim Ausländeramt des Landkreises anzumelden, hieß es zum wiederholten Mal. Diese Meldung sei wichtig, damit die Menschen über diesen direkten Draht weitere Informationen und auch finanzielle Unterstützung erhalten können. Nähere Informationen dazu finden sich auf der Homepage des Landkreises unter www.landkreisleipzig.de/hilfe_fuer_menschen_aus_der_ukraine.html

Auch ein Hilfstelefon „Ukraine“ wurde inzwischen unter der Nummer 03433/241 5574 eingerichtet, dieses ist laut Kreisbehörde von 8 bis 15 Uhr besetzt ist.

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Von Simone Prenzel

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