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Störung

Produktion bei Dow in Böhlen noch immer unterbrochen

Erst wenn der Cracker nach Ende der Reparaturen hochgefahren wird, ist wieder mit Fackeltätigkeit zu rechnen. (Archivfoto)

Erst wenn der Cracker nach Ende der Reparaturen hochgefahren wird, ist wieder mit Fackeltätigkeit zu rechnen. (Archivfoto)

Böhlen.Die seit zehn Tagen andauernde Produktionsunterbrechung im Chemieunternehmen Dow in Böhlen zieht sich länger hin, als erwartet. Laut einer Mitteilung des Unternehmens von Dienstag dauern die Arbeiten zur Wiederinbetriebnahme der Produktionsanlagen noch immer an. Während des Anfahrprozesses seien „technische Schwierigkeiten“ aufgetreten, welche Reparaturarbeiten notwendig machen, teilte Unternehmenssprecherin Sandra Brückner am Dienstag mit. Umliegenden Kommunen wurde versichert, dass seitens des Werkes alles unternommen werde, Beeinträchtigungen der Anwohner so gering wie möglich zu halten.

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Wegen einer Unterbrechung der internen Rohstoffversorgung des Crackers waren am 6. Januar der Cracker selbst und nachgelagerte Produktionsanlagen automatisch heruntergefahren worden. In der Folge wurden Gase über die Hochfackel verbrannt, die teilweise sehr hell und anfangs mit starker Rußbildung brannte. Nachdem die Rohstoffversorgung wieder sichergestellt war, begann der Wiederanfahrprozess. Der musste jedoch nach kurzer Zeit wegen Komplikationen abgebrochen werden. Jetzt wird damit gerechnet, dass die Reparatur noch zehn bis 15 Tage dauert. „Wir gehen davon aus, dass wir die Anlagen Ende Januar wieder anfahren können“, sagte Sandra Brückner der LVZ.

Aktuell und voraussichtlich für den gesamten Zeitraum der Reparatur ist die Fackel nicht in Betrieb. Somit gebe es auch keine Belästigung durch Ruß und Lärm. Erst wenn der Cracker nach Ende der Reparaturen hochgefahren wird, ist wieder mit Fackeltätigkeit zu rechnen. Gefahren für die Bevölkerung bestünden nicht, versichert die Sprecherin, Schadstoffe würden nicht austreten. „Das sind alles geschlossene Systeme.“ Für das Unternehmen selbst bedeutet die Situation einen mehrwöchigen Produktionsausfall.

Im Frühjahr vorigen Jahres hatte nach einer Störung Mitte März überschüssiges Gas abgefackelt werden müssen. Einen Monat später mussten kurzfristig Reparaturen vorgenommen werden, und die Fackel brannte erneut. In diesem Jahr und 2019 sind in Böhlen die nächsten planmäßigen größeren Abschaltungen wegen Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten vorgesehen, bei Dow spricht man von Turnarounds.

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Von André Neumann

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