Stadtratssitzung

Schallschutzwände an Kegelbahn? Regis plant vier neue Bauplätze in der Nähe

Regis-Breitingen: Diese Grünfläche im Wohngebiet „Am Wäldchen“ mit einem Wendehammer im hinteren Teil soll für Baugrundstücke weichen.

Regis-Breitingen: Diese Grünfläche im Wohngebiet „Am Wäldchen“ mit einem Wendehammer im hinteren Teil soll für Baugrundstücke weichen.

Regis-Breitingen. Mit freien Baugrundstücken ist Regis-Breitingen nicht gerade reich gesegnet. Deshalb bemüht sich die Stadt, im Wohngebiet "Am Wäldchen" neue Flächen zu schaffen. Da diese unmittelbar am Sportgelände liegen, setzte in der jüngsten Stadtratsitzung FDP-Abgeordneter Werner Heiche Planer Rasmus Röhling mächtig zu.

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Alle Grundstücke sind verkauft

Das Wohngebiet war 2005 gestartet worden, um den Bewohnern des vor der Abbaggerung stehenden Ortes Heuersdorf einen Umsiedlungsstandort anzubieten. Inzwischen sind hier im Norden des Stadtteils Breitingen alle Grundstücke verkauft, nur eins ist noch nicht mit einem Wohnhaus bebaut. Nun sollen im östlichen Bereich Grün- und Verkehrsflächen, sogenannte Wendehämmer, in vier Bauplätze umgewandelt werden.

Die Planung dazu hatte das Ingenieurbüro Gesellschaft für Ökologie und Landschaftsplanung aus Weida im Frühjahr 2017 begonnen. Außerdem, sagte Diplom-Geograf Röhling, ist in dem Verfahren vorgesehen, den bisherigen Status Dorfgebiet in allgemeines Wohngebiet zu ändern, weil die ursprünglich angedachte 30-prozentige Nutzung für land- und forstwirtschaftliche Belange – wie in Heuersdorf – nicht gegeben ist.

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Kaum negative Stellungnahmen

Bei der frühzeitigen Beteiligung von Kommunen, Behörden und Versorgungsträgern waren kaum negative Stellungnahmen eingegangen, so Röhling. Lediglich das Landesamt für Archäologie habe umfangreiche Untersuchungen des Bodens auf kulturhistorische Funde angemeldet. Was allerdings verworfen werden soll, weil es sich um Flächen handele, die einst zig Meter stark mit Abraum aufgeschüttet worden waren.

Im artenschutzrechtlichen Bericht sei ebenfalls nichts Relevantes verzeichnet. Als Ausgleich für die Bebauung müssten aber knapp 1400 Quadratmeter bepflanzt werden, was auf dem Friedhof erfolgen soll.

Sportverein befürchtet Lärmbeschränkungen

Stadtrat Heiche, der Vorsitzender des Sportvereins Regis-Breitingen ist, wies darauf hin, dass nur ein Fuß- und Radweg zwischen den Bauflächen sowie der Kegel- und der Bowling liegt. „Können da für uns Lärmbeschränkungen kommen? Ich will keine Schallschutzwände bauen müssen.“ Röhling entgegnete, dass das Landratsamt keine immissionsschutzrechtlichen Bedenken angemeldet hat.

Worauf Heiche gereizt nachfragte: „Haben Sie extra auf die Sportstätten hingewiesen, wie wir es Ihnen im Vorjahr aufgetragen haben?“ Das verneinte der Planer. Um das Umfeld müsse sich die Behörde kümmern, für sein Büro zähle nur das Planungsgebiet.

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Lenk: Verein kann Einwände vorbringen

Bürgermeister Wolfram Lenk (Die Linke) bemühte sich um Schlichtung. „Wenn wir die Planung jetzt erneut veröffentlichen, können wir die Behörden konkret darauf hinweisen.“ Und der Sportverein, schob Röhling nach, könne sich ja bei der öffentlichen Auslegung mit Einwänden beteiligen, was dann bei der Abwägung einzubeziehen sei.

Bürger und Interessenten können einen Monat Einsicht in die Unterlagen nehmen und ihre Hinweise. Voraussichtlich ist das ab 13. März möglich. In der Stadtratssitzung im Mai könnte dann der Satzungsbeschluss gefasst werden, der Baurecht schafft.

Von Olaf Krenz

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