Hainer See

Schiff könnte Hafenorte Kahnsdorf und Hain verbinden

Das erste Hafenhaus (hinten) in Kahnsdorf ist fast fertig, vorn ist das nächste schon im Bau.

Das erste Hafenhaus (hinten) in Kahnsdorf ist fast fertig, vorn ist das nächste schon im Bau.

Neukieritzsch/Kahnsdorf. Wenn Christian Conrad in seinem Büro der Firma Blauwasser Seemanagement in Kahnsdorf auf die Pläne für das Hafendorf Hain am Nordufer des Hainer Sees schaut, kommt er ins Schwärmen. Die Bilder der Architekten zeigen an den Hang gebaute Gebäude, zwischen denen eine lange, schmale Treppe hinunter führt zu einem opulenten Hafenplatz. Conrad denkt in dem Moment an schmucke Hafenstädtchen im Mittelmeerraum. Oder auch an den Gardasee, wo sich die Orte Limone und Malcesine malerisch gegenüberliegen.

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Erstes Hafenhaus in Kahnsdorf fast fertig

Denn auf der anderen, auf der Kahnsdorfer Seite des Hainer Sees wird die Hafenbebauung schon Wirklichkeit. Das erste Gebäude mit Restaurant und acht Ferienwohnungen soll im Spätsommer eröffnet werden. Und auch das mediterrane Flair ist schon zu erahnen: Vor dem Haus hat jemand an einem Boot eine Fahne mit dem Löwen von Venedig aufgehängt. Der Name der Gaststätte steht seit Kurzem auch schon fest: Portofino nach dem Hafenstädtchen in Ligurien.

Gebäude kosten über drei Millionen Euro

Nebenan ist das zweite Gebäude , welches den Kahnsdorfer Hafen einrahmen soll, bereits im Bau. In einem Jahr sollen hier Pub und Café, weitere elf Ferienwohnungen sowie Duschen und Toiletten für Segler fertig sein. Neben diesen großen Investitionen – die beiden Gebäude kosten zusammen rund 3,1 Millionen Euro – treiben den Blauwasser-Chef aber auch Sorgen um.

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Uferzonen müssen befestigt werden

Denn Wind und Wellen machen den Uferzonen zu schaffen. Auf der Nordseite seien die Strände und die Ufer unterhalb der dort entstehenden Ferienhäuser bis zu einen halben Meter abgespült worden. Schuld sei eine ungenügende Uferbefestigung. Das soll nun nachgeholt werden, mit Steinschüttungen und Bepflanzungen, sagt Conrad, sollen die Ufer gesichert werden. Auch der Ortsstrand in Kahnsdorf braucht neuen Sand, sagt Conrad.

Bauantrag für ein Strandcafé

Hier könnte sich zudem eine Lösung für das leidige Problem der bis jetzt fehlenden Toiletten für Badegäste anbahnen. Für ein Gelände neben dem Strand gebe es nämlich einen Bauantrag für ein Strandcafé, sagt der Blauwasser-Chef. Dort würde es dann auch Toiletten geben.

Campingplatz soll erweitert werden

Zu den eigenen Investitionen am Beginn der Saison gehört auch die Erweiterung des Campingplatzes. Dessen Gelände wird vergrößert, wodurch zusätzlich 40 Plätze geschaffen werden. "Der Campingplatz hat sich gut entwickelt", sagt Conrad. Dabei startete der zu Ostern in seine erst vierte Saison. Ungebrochen sei die Beliebtheit, die der Campingplatz und der See insgesamt besonders bei Besuchern aus dem Erzgebirge hätten, beobachtet Christian Conrad.

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Zwei Schiffsanleger könnten gebaut werden

Noch während die Hafendörfer gebaut beziehungsweise erst geplant werden, macht sich Blauwasser konkrete Gedanken darüber, wie Touristen den See auf dem Wasserweg kennen lernen und erleben können. Mit Fördermitteln von der LMBV könnten demnächst zwei Schiffsanleger gebaut werden, einer direkt am Hafen, einer dort, wo die Treppe vom Rittergut Kahnsdorf zur Lagune führt.

"Wenn es läuft, könnten die schon im nächsten Jahr fertig sein", hofft Christian Conrad. Und gerät gleich wieder ins Schwärmen. Darüber, wie Besucher mit einem Fahrgastschiff von der Lagune zum Hafen, von dort irgendwann hinüber nach Hain und sogar bis zum geplanten Strand bei Gestewitz im Haubitzer Becken fahren können.

Von André Neumann

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