Borna

Stadtmuseum zeigt Schulwandkarten zum Bergbau

Almut Zimmermann (rechts) zeigt Schülern der Robinienhofschule Borna Schulkarten aus vergangenen Jahrzehnten.

Almut Zimmermann (rechts) zeigt Schülern der Robinienhofschule Borna Schulkarten aus vergangenen Jahrzehnten.

Borna. Eine verkieselte Sumpfzypresse, ein Metallbaukasten, eine Schulbank von vor 100 Jahren, Schaukästen und etliche Wandkarten: Mehr braucht es nicht, um im Museum Borna eindrucksvoll zu zeigen, welche Rolle Lehrmaterialien zum Thema Braunkohletagebau einst für Schüler spielten. „Schule und Kohle“ heißt die neue Ausstellung, die die Geschichte der Kohleindustrie in den Jahren 1910 bis 1980 in den Fokus rückt – und zugleich verbildlicht, wie der Lehrstoff in früheren Jahrzehnten vermittelt worden ist.

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Ausstellung "Schule und Kohle"

Im Museum der Stadt Borna ist die Ausstellung "Kunst und Kohle" eröffnet worden

Ausstellung ist perfekter Abschluss für Robinienhofschüler

Die ersten Schulklassen haben die Gelegenheit bereits genutzt, in die Vergangenheit abzutauchen, auch die Werkstufenklasse der Robinienhofschule. „Wir haben uns während der vergangenen zwei Jahre immer wieder mit Sachsen und dem Landkreis Leipzig beschäftigt“, sagt Klassenlehrerin Rosita Dietrich, „die Schau ist jetzt ein perfekter Abschluss.“ Zumal die Jugendlichen auch gleich erfahren könnten, welche Lehrmaterialien früher zum Einsatz kamen.

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„Karten können abstrakte und komplexe Inhalte verständlich machen“, erklärt die Museumspädagogin Almut Zimmermann. Der Großpösnaer Verein Kuhstall hatte in den vergangenen Jahren eine Fülle an Schulwandkarten entdeckt – und diese auch dem Bornaer Museum zur Verfügung gestellt. Ergänzt worden seien von Seiten der Bornaer unter anderem die Schulbank und das Modell einer Gleisrückmaschine.

Ein Bild aus dem Tagebau vor vielen Jahren

Ein Bild aus dem Tagebau vor vielen Jahren.

Eine Karte mag bei dem einen oder anderen Besucher Verwunderung auslösen. Sie zeigt Flora und Fauna eines subtropischen Regenwaldes – im Kreis Borna. „Vor Millionen Jahren bedeckten Regenwälder unsere Region. Hier lebten zum Beispiel Schildkröten“, erzählt Zimmermann den Schulklassen. Während der Zeit des Tagebaus seien immer wieder Skelette und Zähne der Tieren zum Vorschein gekommen. Andere Schulkarten beschäftigen sich mit Lagerstätten von Kohle, die Bergbautechnik erklären oder die Funktionsweise von Brikettfabriken erläutern. Allerdings seien laut Zimmermann Karten nicht alleiniges Mittel gewesen, vielmehr spielten auch Schaukästen eine große Rolle im Unterricht. „Sie zeigen unter anderem Produkte der Kohle wie Grammophonplatten, Vaseline, Schuhcreme und Maschinenöl“, macht die Museumspädagogin deutlich.

Metallbaukästen sind besonders beeindruckend

Besonders beeindruckend seien für die Kinder und Jugendlichen die ausgestellten Metallbaukästen. „So lernten schon die Jüngsten das Funktionsprinzip von Bergbautechnik – gleichzeitig war das eine gute Werbung, um Nachwuchs für den Beruf zu begeistern“, so Zimmermann. Passend dazu bietet das Museum übrigens in den Herbstferien einen „Workshop der Superlative“ an. Mit Hilfe eines Lego-Technik-Sets sollen in der Woche vom 15. bis 19. Oktober riesige Bagger entstehen.

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Welche Technik im Tagebau zum Einsatz kommt, ist ebenfalls Gegenstand der Karten

Welche Technik im Tagebau zum Einsatz kommt, ist ebenfalls Gegenstand der Karten.

Die Ausstellung selbst ist noch bis 3. März zu sehen, weitere Informationen zu Öffnungszeiten und besonderen Veranstaltungen während der Schau sind im Internet auf der Seite des Museums zu finden.

Von Julia Tonne

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