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Bau von Gasthermen

Städtische Werke Borna investieren 400 000 Euro ins Wohngebiet Zedtlitz

Derzeit wird im Breunsdorfer Weg gebaut. Bis Sommer sollen alle Häuser eine Therme bekommen.

Derzeit wird im Breunsdorfer Weg gebaut. Bis Sommer sollen alle Häuser eine Therme bekommen.

Borna/Zedtlitz. Die Städtischen Werke Borna (SWB) investieren dieser Wochen rund 400 000 Euro in das Wohngebiet in Zedtlitz. Etwa 400 Wohnungen sowohl im Breunsdorfer als auch im Zedtlitzer Weg sollen künftig über Gasbrennwertthermen mit Wärme versorgt werden.

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Allerdings waren vor Beginn der Bauarbeiten einige Voraussetzungen zu klären. So übernahmen die SWB zunächst einmal von einem Hamburger Investor das kleine Heizwerk in der Nähe der Kita Sonneninsel und die Fernwärmeleitungen.

SWB setzt auf dezentrale Versorgung

„Allerdings haben wir uns entschieden, beides nicht zu nutzen, sondern auf eine dezentrale Versorgung zu setzen“, erklärt Jan Hoppenstedt, Geschäftsführer der Stadtwerke. Zum einen sei das Heizwerk vollkommen überdimensioniert, weil auf dem gesamten Areal einst sogar noch eine Schule entstehen sollte, zum anderen seien die Leitungen marode und würden viel Wärme verlieren.

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Jedes Haus bekommt Gastherme

Daher bekomme nun jedes Haus in dem Wohngebiet eine Gastherme, die das ankommende Gas letztlich im Gebäude in Wärme umwandele. Dazu sei auch der Bau von entsprechenden neuen Leitungen notwendig. Dass die Arbeiten im Winter begonnen haben, ist nach Aussage von Hoppenstedt eher ungewöhnlich, war aber der Tatsache geschuldet, dass viele Mieter die Verträge mit dem bisherigen Versorger gekündigt hatten.

Damit die Bewohner nun dieser Tage nicht in ihren Wohnungen frieren müssen, nehmen die SWB die Bauarbeiten nacheinander in Angriff und versorgen das Haus, das gerade an der Reihe ist, mithilfe eines sogenannten Hotmobils – eine Art mobiles Heizwerk. Das gesamte Projekt – einschließlich der Kita, die ebenfalls eine Gasbrennwerttherme erhält – solle bis August fertig sein, im Rahmen dessen werde zudem das Beleuchtungskonzept in dem Wohngebiet überarbeitet.

Nebenkosten für Bewohner könnten sinken

Hoppenstedt rechnet damit, dass die Nebenkosten um etwa 10 bis 20 Prozent für die Bewohner sinken werden, die bisherigen Leitungen, so der Geschäftsführer weiter, würden erst einmal im Boden verbleiben. Ob eine Nachnutzung dafür möglich sei, müsse abgewartet werden.

Währenddessen laufen bei den Städtischen Werken die Planungen für den Kauf des Parkhauses in der Innenstadt und den Bau eines Parkhauses an der Sana-Klinik auf Hochtouren. Ersteres ist so gut wie unter Dach und Fach, Zweiteres ist schon so weit gediehen, dass demnächst der Spatenstich erfolgen kann.

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Von Julia Tonne

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