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Kurstadt

Bad Lausick vergrößert seinen Kurpark

Der Schwanenteich ist das Herz des Kurviertels. Er soll nun dem Kurpark zugeschlagen werden.

Der Schwanenteich ist das Herz des Kurviertels. Er soll nun dem Kurpark zugeschlagen werden.

Bad Lausick.Der Bad Lausicker Kurpark wächst – zunächst formal: Der Stadtrat beschloss am Donnerstagabend, die Grünanlagen um den Schwanenteich und auf dem Weinberg dem Areal des historischen Kurparks zuzuschlagen. Sie befinden sich zwar auf der Südseite des Badberges, sind durch die Kurpromenade vom eigentlichen Park getrennt. Doch nicht nur mit Blick auf das Jubiläum „200 Jahre Kur“, das 2021 zu feiern ist, setzt Bürgermeister Michael Hultsch (parteilos) auf mehr Attraktivität. Es geht auch um die Chance auf eine höhere Förderung.

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2020 muss das Heilbad-Prädikat verteidigt werden

"Der Begriff Kurpark ist nicht definiert", sagt Michael Hultsch. Er sollte es aber sein und so auch im Flächennutzungsplan ausgewiesen werden; das habe der Sächsische Heilbäderverband bei seiner jüngsten Bad-Lausick-Visite verdeutlicht. Die Anregung hat einen triftigen Anlass, denn noch vor dem Jubiläum steht 2020 die Verteidigung des Heilbad-Prädikates an. Für den Bürgermeister geht es aber auch um Grundsätzliches: "Unser Kurort soll sich weiterentwickeln. Das soeben eröffnete ,Riff-Resort' sorgt für eine neue Konzentration der Gäste." Da sei es doch logisch, den Kurpark unmittelbar hinter den Apartments und dem "Riff" beginnen zu lassen.

Kurpark wächst um mehr als 30.000 Quadratmeter

Der Geländestreifen zwischen dem Neubau und der Schwanenteich-Anlage würde einen tatsächlichen Park-Zuwachs bedeuten. Die Anlage mit dem Teich, grünes Herz des Kurviertels mit seinen rund ein Jahrhundert alten Villen, ist 6700 Quadratmeter groß. Der Weinberg, durch den Verschönerungsverein seit der Wende als Erholungsort entwickelt, bringt es auf gut 25 000 Quadratmeter.

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Vor einem knappen Jahrhundert war das Grün am Schwanenteich noch überschaubar: Ansichtskarte von 1926.

Vor einem knappen Jahrhundert war das Grün am Schwanenteich noch überschaubar: Ansichtskarte von 1926.

Die Einbeziehung beider Flächen, der der Stadtrat einhellig zustimmte, hat auch einen nicht zu unterschätzenden monetären Effekt: Im Fördergebiet Kur-City gelegen, beträgt die Förderquote aktuell zwei Drittel der Kosten einer Investition. Im Kurpark jedoch ist mit einer 80-prozentigen Förderung zu rechnen. Unberührt von der Erweiterung des Parks bleibt es die erklärte Absicht, im „alten“ Kurpark erhebliche Anstrengungen zu unternehmen, um Wege und die historische Struktur wieder herzurichten.

Stadt will mit Planung zur Brunnen-Modernisierung schnell starten

Der Stadtrat brachte am selben Abend ein zweites wichtiges Kur-Vorhaben auf den Weg: die Modernisierung des Heilwasser-Brunnens. Da frühestens im März 2019 mit einem Entscheid der Landesdirektion Sachsen zu Förderung dieser mehrere Millionen Euro schweren Investition zu rechnen sei, brauche man Vorlauf, so Hultsch. Deshalb beschloss der Rat, den sogenannten vorzeitigen Maßnahmebeginn zu beantragen. Dann könne die Verwaltung den Winter für die planerischen Vorbereitungen nutzen, die allein 220 000 Euro kosten. Käme der positive Förderbescheid, könne man sofort ausschreiben – und nicht erst im Sommer. Die Zeit drängt, denn der Brunnen ist Kernstück des Heilbad-Status'.

Von Ekkehard Schulreich

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