Rückkehr

„Abendmahl“ aus Cranach-Schule nach 190 Jahren zurück in Colditz

Museologin Regina Thiede und Jörg Lörtscher, Technischer Mitarbeiter auf Schloss Colditz, mit dem Gemälde „Abendmahl“ aus der Malerschule von Lucas Cranach dem Älteren in der Colditzer Schlosskapelle.

Museologin Regina Thiede und Jörg Lörtscher, Technischer Mitarbeiter auf Schloss Colditz, mit dem Gemälde „Abendmahl“ aus der Malerschule von Lucas Cranach dem Älteren in der Colditzer Schlosskapelle.

Colditz. Die Museologin Regina Thiede stieß im Jahr 2009 im Hauptstaatsarchiv in Dresden auf eine Akte aus dem Jahr 1842. Darin ist zu lesen, dass der Dresdner Altertumsverein mit der Irrenanstalt Colditz im Schloss kommunizierte. "Es handelte es sich um eine Anfrage, ob in den Räumlichkeiten des Schlossbaus noch Utensilien aus der Kurfürstenzeit vorhanden wären", so die Museologin.

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Mit dem Ergebnis, dass das letzte Gemälde im Jahr 1829 in das Sächsische Landeswaisenhaus Bräunsdorf bei Freiberg übergeben worden ist. In den Wendejahren um 1990 landete es dann im Pfarrhaus Langhennersdorf, wo es unbeschadet die Zeit überdauerte.

Doch Regina Thiede ließ nicht locker, wollte das Gemälde wieder an seinem ursprünglichem Ort auf Schloss Colditz haben. „Über den Kunstdienst der evangelischen Kirche in Dresden kam es schließlich 2009 zur Herausgabe.“ Der Zustand des Kunstwerkes war allerdings schwierig. Deshalb ließ es die Sächsische Schlösserverwaltung aufwendig für 10 000 Euro bei einem Leisniger Restaurator aufarbeiten.

Neu eingerahmt fand es danach einen würdigen Platz in der Museumskapelle von Burg Mildenstein in Leisnig. Doch nachweislich stammt es ursprünglich aus der Schlosskapelle in Colditz, wo es Teil der doppelten Emporenbrüstung im 16. Jahrhundert war. Innerhalb mehrerer Bilder des Passionszyklus. Am Freitag ist das großformatige Gemälde – nach 190 Jahren – wieder auf Schloss Colditz zurückgekehrt.

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Mit entsprechender Erläuterungstafel wird es fortan bei Führungen durch die Schlosskapelle für interessierte Besucher mit zu besichtigen sein.

Von Thomas Kube

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