Mysteriöser Unfall

Defekter Lkw verursacht Unfall auf Rasthof an der A 14 bei Grimma

Mit eingedrückter Nase ist für den Kleinbus mit sein neun Insassen auf dem Rasthof Endstation.

Mit eingedrückter Nase ist für den Kleinbus mit sein neun Insassen auf dem Rasthof Endstation.

Grimma. Ein ungewöhnlicher Unfall hat am Montagabend die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Grimma für mehrere Stunden beschäftigt. Gegen 18 Uhr kollidierte auf dem Rasthof Muldental an der Autobahn 14 ein polnischer Lkw mit einem niederländischen Ford Kleinbus, in dem neun Personen saßen. Es gab bei dem Unfall keine Personenschäden. Nach Angaben eines anderen Lkw-Fahrers, der den Unfallhergang beobachtet hatte und auch als Zeuge der Polizei zur Verfügung stand, suchte das Fahrzeug in der ersten Parkreihe einen Stellplatz.

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Rückfahrmanöver ohne Einweiser

Nachdem sich dieser nicht fand, wollte er es in der zweiten Parkreihe versuchen und legte dafür den Rückwärtsgang ein. Doch das so eingeleitet Rückfahrmanöver führte der polnische Fahrer ohne Einweiser durch, sodass er mit seinem Sattelauflieger auf den unmittelbar hinter ihm folgenden Kleinbus auffuhr. Dieser habe sich noch durch Dauerhupen bemerkbar gemacht - erfolglos. An dem Kleinbus entstand hoher, jedoch nicht näher bezifferter Sachschaden im Frontbereich, so dass eine Weiterfahrt nicht mehr möglich war.

Am Unfallwagen ist der rechte Scheinwerfer verschwunden und der Dieseltank aufgerissen.

Am Unfallwagen ist der rechte Scheinwerfer verschwunden und der Dieseltank aufgerissen.

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Aber: Während der Schaden am Lkw-Auflieger unbedeutend war, hatte die Zugmaschine im rechten Frontbereich erheblich etwas abbekommen, wo der rechte Scheinwerfer fehlte. Der Dieseltank war beschädigt, sodass Kraftstoff auslief. Das machte den Sachverhalt für die Einsatzkräfte mysteriös, denn der Kleinbus hatte nach Zeugenangaben an diesem Schaden keine Aktie.

Einsatzkräfte suchen nach Schadensursache

Während die Floriansjünger begannen, die Fahrbahn zu reinigen, nahm die Polizei Ermittlungen zum Lkw-Schaden auf. Offenkundig, so erfuhren die Einsatzkräfte auch von Zeugen, habe der Lastwagen bereits mit den benannten Schäden den Parkplatz befahren. Deshalb wurde anhand der so gezogenen Ölspur nach dem Ursprung der Schäden gesucht. Auf den Rasthof allerdings sei man nicht fündig geworden, was weitere Ermittlungen darüber hinaus zur Folge hatte. Wie am Dienstag durch die Polizei bestätigt wurde, hatte der Sattelzug auf Höhe Grimma die Leitplanke gestreift, wodurch der Tank aufriss. Der Fahrer hat sich nun wegen der Gefährdung des Straßenverkehrs zu verantworten. Durch den beschädigten Tank wurde zudem die Rastanlage verunreinigt, die durch die Feuerwehr gereinigt werden musste.

Ein durch Polizeibeamte vor Ort durchgeführter Atemalkoholtest bei dem Lkw-Fahrer ergab einen Wert von 0,94 Promille. Eine Blutentnahme sowie die Beschlagnahme seines Führerscheins wurden durch die Staatsanwaltschaft angeordnet. Der Fahrer hat sich nun wegen der Gefährdung des Straßenverkehrs zu verantworten.

Von fsw

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