Spendenaktion

Grimmas OBM sitzt eine Stunde an der Kasse

Grimmas OB Matthias Berger (parteilos) verkaufte eine Stunde an der Kasse des neueröffneten dm-Drogeriemarktes in Grimma, um einen Erlös für einen Grimmaer Spielplatz zu erwirtschaften.

Grimmas OB Matthias Berger (parteilos) verkaufte eine Stunde an der Kasse des neueröffneten dm-Drogeriemarktes in Grimma, um einen Erlös für einen Grimmaer Spielplatz zu erwirtschaften.

Grimma. Zur besten Feierabend-Stunde zog sich Oberbürgermeister Matthias Berger am Donnerstag einen weißen Kittel über und setzte sich an die Kasse 1 des neuen dm-Drogeriemarktes in Grimma. Eine Stunde lang zog der 50-Jährige einen Artikel nach dem anderen über den Scanner – „Ich bediene Sie gern“ stand auf seinem Namensschild am Revers. Und natürlich kam er gleich ins Flachsen: „Kasse machen ist nicht schlecht“, so der Rathauschef, um im gleichen Atemzug seine Hochachtung vor dem Job der Mitarbeiterinnen auszudrücken: „Hut ab vor den Frauen.“

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Kasse im Grimmaer dm-Markt

Grimmas OBM Berger kassiert im dm-Markt eine Stunde für einen guten Zweck.

Die Kassenstunde diente einem guten Zweck. Die Drogeriekette wartete zu ihrer Neueröffnung in Grimma mit einer Spendenaktion auf. „Es gibt so tolle Projekte hier, wir wollen etwas Gutes dazu beitragen“, sagte Filialleiterin Linda Klinkenberg, die dem OBM assistierte. Das gesamte Geld, das Berger in den 60 Minuten einnahm, kommt dem avisierten Spielplatzbau in Hohnstädt zugute, für den sich – wie berichtet – eine private Initiative stark macht und der nicht förderfähig ist. „Eine super Idee“, so Klinkenberg, die durchaus gern einen Mann in ihrem 14-köpfigen Team hätte.

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Da sich an der Kasse eine ordentliche Schlange bildete und Berger – locker von der Hand – straff zu kassieren hatte, klingelten am Ende genau 1221,10 Euro im Beutel. „Wir runden die Summe großzügig auf 2000 Euro auf“, verkündete Klinkenberg und machte damit Ivonne Müller von der Spielplatz-Initiative bei der Spendenübergabe glücklich. Müller half den Kunden beim Einpacken der Ware.

„Stimmt so“, scherzte Berger gleich mit der ersten Kundin. Er habe immer einen tollen Spruch auf den Lippen, meinte Carmen Walther, die sich in dem Moment übrigens von ihrem Chef abkassieren ließ. Denn sie arbeitet in der Kämmerei der Stadt. Geschäftsfrau Petra Schneider hatte sich ihre Einkaufsliste extra aufgespart, um möglichst viel Umsatz für den gute Zweck zu machen. Die Aktion sei „ganz hervorragend.“ Auch Jens Manzke ließ sich von Berger das Wechselgeld heraus geben. „Das ist ein guter Werbegag“, lachte der Grimmaer.

Von Frank Prenzel

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