Sanierung

Instandsetzung des Feuerwehrgerätehauses Seelingstädt wird teurer als geplant

Deutliche Risse in den Wänden des Feuerwehrgerätehauses in Seelingstädt bei Trebsen sorgen nicht nur bei Wehrleiter Tony Bechler für Beunruhigung. Foto: Thomas Kube

Deutliche Risse in den Wänden des Feuerwehrgerätehauses in Seelingstädt bei Trebsen sorgen nicht nur bei Wehrleiter Tony Bechler für Beunruhigung. Foto: Thomas Kube

Trebsen/Seelingstädt. Teurer, als ursprünglich geplant, wird die Notinstandsetzung des Feuerwehrgerätehauses Seelingstädt. Das liegt nicht an unvorhergesehenen Komplikationen oder Preissteigerungen. Die Stadt rang sich vielmehr dazu durch, das Vorhaben zu erweitern. Weil das Gebäude nun einmal leergezogen ist, werden die Fußböden gleich mit saniert.

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52 180 Euro sollte die Instandsetzung anfangs kosten. Nun kommen weitere 8000 Euro drauf. „Es wäre ein Schildbürgerstreich, wenn wir den Fußboden jetzt nicht in Angriff nehmen“, urteilt Bauamtsleiterin Marika Haupt. Finanzieren lassen sich die Mehrausgaben über die sprudelnden Steuereinnahmen der Stadt.

Das Gerätehaus errichteten 1983 rund 15 Seelingstädter in Eigenleistung auf dem Gelände eines ehemaligen Teiches. In der Mitte steht es fest. Je weiter man sich von dort weg bewegt, umso mehr sackt es ab. Das führte zu Rissen in der Bodenplatte. Das Übel verstärkte sich durch einen Fehler in der Konstruktion. Beim Bau wurde kein Ringanker eingezogen, so dass die Wände nach oben hin zunehmend auseinanderklafften.

Der Versuch vor ein paar Jahren, die Risse zu schließen und damit das Problem zu beheben, scheiterte; sie öffneten sich wieder. Jedes Mal, wenn der Grundwasserspiegel steigt und danach absinkt, setzt sich das Depot ein Stück mehr. Es bestand die Gefahr, dass das Gebäude irgendwann wie ein Kartenhaus auseinanderklappt, wenn nichts getan wird.

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Eine Instandsetzung des Baugrunds hätte 60 000 Euro gekostet, hinzu wäre die Sanierung des Gebäudes gekommen. Das ergab aus Sicht des Planers und der Stadt keinen Sinn. Die Kompromisslösung besteht nun darin, unter der Decke im Inneren einen Ringanker aus Holz einzuziehen, der ein weiteres Abdriften der Wände verhindert. Außerdem wird das Dach des Sanitäranbaus in Stand gesetzt.

Die Arbeiten haben inzwischen begonnen, nachdem die Feuerwehr in die Seelingstädter Turnhalle umgezogen ist. „Sie laufen planmäßig und werden voraussichtlich Ende April beendet“, sagt Bauamtsleiterin Haupt. Ihr, den Stadträten wie auch den Floriansjüngern ist bewusst, dass es sich nur um eine Übergangslösung handelt, mit der Gefahren abgewehrt werden. Sie soll zehn Jahre Bestand haben. Zeit genug, um ein neues Gerätehaus an anderer Stelle zu errichten.

Von Frank Pfeifer

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