Kreistag

Mehr Busse im Halb-Stunden-Takt durch Grimma

Mehr Haltestellen und Fahrplankilometer sind für den neuen Grimmaer Stadtverkehr geplant.

Mehr Haltestellen und Fahrplankilometer sind für den neuen Grimmaer Stadtverkehr geplant.

Landkreis Leipzig/Grimma. Ein dichtes Netz an Haltestellen, Fahrten an Wochenenden und bis in den späten Abend – das sind Vorzüge, die das Modellvorhaben Muldental in Fahrt ausmachen. Nachdem die erste Stufe des ÖPNV-Projektes bereits 2016 an den Start ging, sollen jetzt weitere Schritte folgen. Der Kreistag entscheidet am kommenden Mittwoch über die Freigabe weiterer Mittel: Konkret es dabei um die Umsetzung eines neuen Stadtverkehrs für Grimma.

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Busse rollen auch sonntags durch Grimma

Die Haltestellen der Linie B durch Grimma

Die Haltestellen der Linie B durch Grimma.

Die Muldestadt verfügt zwar bereits über ein Angebot, die Busse rollen aber bisher nicht in den Abendstunden oder am Sonntag. Das soll sich ab 19. April 2019 ändern. Laut Beschlussvorschlag, der den Kreisräten vorliegt, soll dann ein neues Stadtverkehrskonzept mit veränderten Linienführungen, zusätzlichen Haltestellen und mehr Kilometern realisiert werden. Das Konzept sei in Abstimmung mit der Kommune, dem Mitteldeutschen Verkehrsverbund (MDV) und der Regionalbus Leipzig GmbH erarbeitet worden.

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Wohngebiete und Einkaufszentren besser anbinden

Der Verlauf der Linie A durch Grimma

Der Verlauf der Linie A durch Grimma.

Ziel sei, durch den Stadtverkehr Wohngebiete, Einkaufs- und Freizeitzentren, Gesundheitseinrichtungen sowie Gewerbeansiedlungen besser zu erschließen. Als Schlüssel zu mehr Fahrgästen gelten neben einem engeren Takt die Zustiegsmöglichkeiten: Die Zahl der Haltestellen soll von derzeit 28 auf künftig 48 steigen. Damit, so die Kreisverwaltung, könnten rund 70 Prozent der Einwohner mit dem neuen Stadtverkehr erreicht werden. Bisher seien es nur 64 Prozent. Die Zahl der Fahrplankilometer soll sich von derzeit 160 000 jährlich auf 310 000 erhöhen.

Anschlüsse an die Regionalbahn verbessert

Nicht Ausdünnung des ÖPNV, sondern ein attraktives Mobilitätsangebot gilt als Gebot der Stunde. Künftig sollen die Busse dafür aller 30 Minuten rollen – und zwar montags bis freitags von 5.15 bis 21.45 Uhr. Auch Samstag soll ein dichterer Takt als bisher angeboten werden. Sonntags können Ausflügler bald jede Stunde an ihr Ziel gelangen. Wie in anderen Projekt-Regionen auch gelten Anschlüsse zum Regionalverkehr und der Bahn als Nonplusultra. Insbesondere die Anbindung an den Zug soll erheblich aufgewertet werden.

Um noch mehr Fahrgäste zu gewinnen, will man kräftig die Werbetrommel rühren. So sollen zum Auftakt an den Wochenenden Gratis-Fahrten möglich sein. Um Stammkunden zu gewinnen, sollen außerdem zum nächsten Tarifwechsel am 1. August 2019 in der Tarifzone Grimma keine Preissteigerungen erfolgen. Zudem sei ein spezielles Senioren-Ticket im Gespräch, so der Landkreis.

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Von Simone Prenzel

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