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Morris verlor bei Unfall sein Bein: Nun sammelt die Feuerwehr Naunhof Spenden für ihren Kameraden

Morris ist Feuerwehrmann mit Leib und Seele.

Morris ist Feuerwehrmann mit Leib und Seele.

Naunhof. Bei einem schweren Motorradunfall wurde Anfang Juli ein Angehöriger der Freiwilligen Feuerwehr Naunhof schwer verletzt. Jetzt braucht der Mann, der stets anderen half, selber Hilfe. Für ihn ist eine Spendenaktion angelaufen.

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In den Morgenstunden des 5. Juli verunglückte der 20-jährige Morris mit seinem Motorrad auf dem Weg zur Ausbildung nach Leipzig auf der Kreisstraße von Seifertshain nach Holzhausen. In einer langgestreckten Kurve kam er aus bisher ungeklärter Ursache von der Fahrbahn ab. Er stürzte mit dem Motorrad und prallte gegen die Leitplanke. Mit einem Rettungshubschrauber wurde er ins Krankenhaus gebracht. Ein Bein konnten die Ärzte aber nicht mehr retten.

Seit 2013 in der Jugendfeuerwehr

Nun sammeln Freunde, Feuerwehrkameraden und die Familie Spenden. „Morris war bis zu seinem Unfall sehr in der Freiwilligen Feuerwehr engagiert, egal ob in der Ausbildung oder zum Einsatz. Er war immer da, um anderen zu helfen, nun benötigt er selbst Hilfe, um wieder mobil zu werden“, so sein Feuerwehrkamerad Sebastian, der die Spendenaktion ins Leben rief.

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Ulf Kendschek, Wehrleiter der Ortsfeuerwehr Naunhof, dazu: „Feuerwehr ist wie eine große Familie, da steht man auch in solchen schwierigen Zeiten zusammen.“ Morris war seit 2013 in der Jugendfeuerwehr aktiv und ist 2019 in die Einsatzabteilung gewechselt. Wie er habe auch sein Vater als Quereinsteiger den Weg zur Feuerwehr gefunden. 2020 absolvierte er seine Grundausbildung und im Anschluss 2021 seine Atemschutzausbildung. Auch außerhalb des Dienstes zeigte er stets Engagement, sei es beim Feuerwehr-Bowling-Cup, beim Schlachtfest, auf dem Weihnachtsmarkt oder bei der Betreuung der kleinsten Besucher auf dem Lichterfest.

Zukunft bei der Feuerwehr

„Ich denke, wir werden auch gemeinsam mit der Stadt und der Unfallkasse einen Weg finden, dass Morris sein Ehrenamt weiter machen darf. Das Einsatzspektrum bei der Feuerwehr wird immer größer, und da ist für jeden etwas dabei“, so Kendschek weiter. In anderen Bundesländern gebe es ähnliche Projekte, bei denen sich Helfer mit Handicap weiterhin voll in der Feuerwehr engagieren können.

Einer für Alle, Alle für Einen

„Seine Zukunft in der Feuerwehr Naunhof hat er sich sicher anders vorgestellt, aber wir werden ihn nicht hängenlassen. Wir stellen jetzt schon Überlegungen an, wie er in Zukunft trotzdem in der Feuerwehr weitermachen kann“, sagt auch Jugendwart Michael Wurzbach, der Morris jahrelang betreute. „Dies wird sicherlich nicht einfach, aber es ist auch nicht unmöglich, wenn auch ungewöhnlich. Es gibt Feuerwehren, die diesen Weg schon gegangen sind, daran sollten wir uns ausrichten. Ihn auf Grund seines Unfalles einfach abzulegen, wäre wohl der falscheste Weg, den man gehen könnte. Unser Motto war und ist immer: Einer für Alle, Alle für einen! Dieses Motto gilt es jetzt mit Leben zu füllen.“

Spenden unter gofundme.com/f/ehrenamtlicher-feuerwehr-verliert-bei-unfall-bein

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Von Sören Müller

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