Tag der offenen Tür

Oberschule Trebsen braucht Anbau

Naturwissenschaft zum Anfassen: Physik- und Mathe-Lehrer Ralf Tietz (2. von r.) hatte im Trebsener Physikkabinett diverse Experimente vorbereitet.

Naturwissenschaft zum Anfassen: Physik- und Mathe-Lehrer Ralf Tietz (2. von r.) hatte im Trebsener Physikkabinett diverse Experimente vorbereitet.

Trebsen. Richtung Waterkant brechen die drei 10. Klassen der Oberschule Trebsen am Ende des Schuljahres auf. Für den gemeinsamen Ausflug nach Hamburg verkauften die knapp 80 Schülerinnen und Schüler am Sonnabend beim Tag der offenen Tür an der weiterführenden Bildungsstätte fleißig Würstchen und Kuchen.

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Besucher konnten Tombola-Lose ziehen und mit etwas Glück kleine Geschenke gewinnen. „Es hat an unserer Schule Tradition, auf diese Art und Weise einen Teil der Kosten für die Abschlussfahrt aufzubringen“, berichtete Sylvia Mühl, Klassenlehrerin der 10k.

Gutes Miteinander von Schülern und Lehrern in Trebsen

Mit nach Hamburg aufbrechen, wird unter anderem Tom Seidler aus der 10b, der zwar in Wurzen zu Hause ist, aber den täglichen Schulweg nach Trebsen und retour sehr gern auf sich nimmt. „Ich habe mich bewusst für diese Schule entschieden, und ich habe es nicht bereut“, so der Ringelnatzstädter. „Klar gibt es auch hier mal Reibereien, aber es ist im Allgemeinen ein gutes Miteinander von Schülern und Lehrern.“

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Siebtklässler Fabian (l) und Achtklässler Jeremy zeigen mit Motor-Modelle

Siebtklässler Fabian (l.) und Achtklässler Jeremy zeigen mit Motor-Modelle.

Zu letzterer Fraktion gehört Ralf Tietz, der insofern eine Sonderrolle an der Trebsener Oberschule einnimmt, als er im Alter von 60 Jahren einen beruflichen Neustart im pädagogischen Bereich wagte. „Ich musste mich nach meiner selbstständigen Dozententätigkeit komplett umstellen und lernen, Dinge auf das Niveau von Oberschülern herunterzubrechen. Das bedeutet, viel mit Beispielen zu arbeiten“, so der fast 63-jährige Physik- und Mathematiklehrer. „Es gibt zwar viele gute und interessierte Schüler, aber auch nicht wenige uninteressierte, die man nur schwer erreicht“, klagt er.

Gruppenraum der Schule soll in den Neubau umziehen

Weil sie möglichst alle Besucher erreichen wollten, hatten die Trebsener Oberschüler und die Lehrerschaft am Samstag ein informatives und abwechslungsreiches Programm auf die Beine gestellt. Dieses beinhaltete Einblicke in die verschiedenen Fächer ebenso wie ins Schulmuseum und in den Schulclub. Letzterer gehört neben dem Speiseraum und weiteren Gruppenräumen zu jenen Räumlichkeiten, die Schulleiter Detlef Hörig mittelfristig in einem Ersatzneubau unterbringen möchte. Die Planungen dafür laufen in der Stadt bereits.

„Wir sind mit einer dreizügigen Belegung auf allen Klassenstufen und insgesamt 450 Schülerinnen und Schülern platzmäßig ausgelastet. Eine räumliche Erweiterung täte uns zweifellos gut“, so Hörig. Für das laufende Schuljahr seien die Anmeldezahlen sehr hoch gewesen, die zukünftige Entwicklung aber noch nicht abschätzbar. „Grundsätzlich wird davon ausgegangen, dass die Schülerzahlen in den nächsten Jahren etwas rückläufig sein könnten, wobei dies aber regional sehr schwanken kann.“

Von Roger Dietze

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