Stadtrat

Plan für neues Industriegebiet an der A 14 bei Grimma steht

Grimmas Stadtrat.

Grimmas Stadtrat.

Grimma. Für das neue Industrie- und Gewerbegebiet an der Autobahn 14 in Grimma – Nord III genannt – hat der Stadtrat Donnerstagabend den weiteren Weg geebnet. Einstimmig billigten die Stadträte den Entwurf des vorzeitigen Bebauungsplanes für den ersten, reichlich zehn Hektar umfassenden Abschnitt und stimmten dessen öffentlicher Auslegung zu. Zudem werden die Behörden und Träger öffentlicher Belange zur Stellungnahme aufgefordert.

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Spatenstich im Frühjahr

Nördlich der Autobahn sollen sich Firmen ansiedeln, die neue Jobs nach Grimma bringen. Wie berichtet, entwickelt und vermarktet die WEP-CSM-Entwicklungs GmbH & Co. KG das Industrie- und Gewerbegebiet im Auftrag der Kommune. Firmen-Mitinhaber Christian Steinbach wohnte der Beschlussfassung am Donnerstag bei. Grimmas Oberbürgermeister Matthias Berger (parteilos) rechnet mit dem ersten Spatenstich unterhalb des Hengstberges noch in diesem Frühjahr. Steinbach glaubt, dass im Juni Baurecht vorliegt.

Diskussionsbedarf gab es im Stadtrat nicht. Die Chefin des Stadtentwicklungsamtes, Janine Wolff, erinnerte an zwei kritische Punkte, die im Vorfeld mit anderen Behörden aus dem Weg zu räumen waren. Zum einen pochte das Landesamt für Straßenbau und Verkehr darauf, dass die Stadt eine Verlegung der Straße Am Hengstberg, über die das Gebiet erschlossen wird, ins Kalkül ziehen muss.

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Ausbau der Autobahn geplant

Hintergrund ist ein sechsstreifiger Ausbau der Autobahn, den das Amt ins Auge fasst. „Wir haben eine Fläche frei gehalten, um bei einer Erweiterung der A 14 die Hengstbergstraße nach Norden zu verlagern“, so Wolff. Zum anderen wird die Stadt die Landesdirektion auffordern, für eine Teilfläche ein Zielabweichungsverfahren vorzunehmen. Im Regionalplan Westsachsen ist der nordwestliche Rand für eine Waldmehrung vorgesehen. Nun aber sollen hier Firmen ihren Platz finden.

„Wir müssen ständig gegen Windmühlen ankämpfen“, sagte Rathauschef Berger mit Blick auf das Planungs-Prozedere. Auch deshalb präsentiere die Verwaltung den Planentwurf mit Stolz. Das Gebiet sei so interessant, „dass wir ständig Anfragen haben“, erklärte Berger. Teils handle es sich um Verlagerungen und Erweiterungen von Firmen. Der Oberbürgermeister betonte, dass die Stadt keinen Handel, sondern nachhaltige Industriearbeitsplätze ansiedeln wolle.

Bis zu 300 Arbeitsplätze geplant

„Es war ein schwerer Kampf“, sagte Christian Steinbach, „insbesondere zur Straßenanbindung.“ Zunächst entwickelt seine Firma knapp sechs Hektar, „die nach jetzigem Stand komplett vermarktet sind“. Bis zu 300 Arbeitsplätze könnten hier Platz finden. Eine Firma zum Beispiel wolle sich am neuen Standort fast verdoppeln. „Wir sind optimistisch, danach auch den zweiten und dritten Bauabschnitt angehen zu können“, so Steinbach. Bedingung sei, dass der Eigentümer die Ackerflächen verkaufe.

Von Frank Prenzel

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