Ausblick

Wasserverband Grimma-Geithain plant Investitionen

Blick in den Versammlungsraum der Verbandsversammlung des Versorgungsverbandes Grimma-Geithain.

Blick in den Versammlungsraum der Verbandsversammlung des Versorgungsverbandes Grimma-Geithain.

Grimma. Der Versorgungsverband Grimma-Geithain (VVGG) hat seine Marschrichtung fürs kommende Jahr festgelegt. Einmütig verabschiedete die Verbandsversammlung bei der Sitzung im Grimmaer Wasserwerk den Wirtschaftsplan und die Haushaltssatzung für 2019. Darin sind Investitionen in Höhe von rund 10,5 Millionen Euro verankert.

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Im Trinkwasser-Bereich bildet der Neubau des in die Jahre gekommenen Wasserwerkes Prießnitz weiterhin den Schwerpunkt der Investitionstätigkeit. Es gehe vorrangig um dessen Fertigstellung und um die Versorgungsleitungen nach Frohburg und Frauendorf, sagte VVGG-Geschäftsführer Lutz Kunath. Ins Kontor schlagen auch Brunnensanierungen in diesem Bereich und im Einzugsgebiet der Parthe bei Grimma.

Liquide Mittel schmelzen

„Im Abwasserbereich planen wir größere Maßnahme in der Bahnhofstraße in Mutzschen, in der Wedniger Straße in Grimma und in Bad Lausick“, verdeutlichte Kunath weiter. In der Kurstadt sind Arbeiten in Reichersdorf sowie in der Tal- und Auenstraße vorgesehen. In Colditz soll in der Luisastraße ins Abwassersystem investiert werden.

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Um die Arbeiten zu stemmen, will der Verband im nächsten Jahr neue Kredite in Höhe von rund 5,8 Millionen Euro aufnehmen. Aus Sicht von Kunath "eine bemerkenswerte Tendenz", denn der Wasserversorger und Abwasserentsorger greift erstmals aus freien Stücken tief in seine Sparbüchse. Laut Plan schmelzen 2019 die liquiden Mittel um mehr als drei Millionen auf dann 10,9 Millionen Euro ab. Der Bad Lausicker Bürgermeister Michael Hultsch, seit September Vorsitzender des kommunalen Verbandes, wertet das als "erstes Zeichen, dass wir bei der Verschuldung eine andere Richtung einschlagen wollen".

Gewinn von einer Million Euro in Aussicht

Auf Fördermittel kann der Verband kaum bauen. Über die Sächsische Aufbaubank fließen 2019 lediglich 845 000 Euro für Investitionen im Abwassersektor. Hier werden auch rund eine Million Euro aus den von den Mitgliedskommunen zu zahlenden Umlagen der Straßenentwässerung eingesetzt.

Alles in allem plant der Verband im kommenden Jahr mit Erträgen von 20,5 Millionen Euro und mit Aufwendungen von 19,4 Millionen Euro. Unterm Strich bliebe danach ein Gewinn von einer reichlichen Million. Die weitaus meisten Einnahmen generiert der Verband über die Gebühren, die er für die Wasserversorgung und Abwasserbehandlung erhebt. Das Gros davon, nämlich fast 17 Millionen Euro, reicht er an die Oewa Wasser und Abwasser GmbH und an die Kommunale Wasserwerke Grimma-Geithain GmbH weiter. Die zwei Unternehmen besorgen für den Verband die Geschäfte und Investitionen.

In Mutzschen steigen die Gebühren ab 2019

Die Gebühren fürs Trink- und Abwasser ändern sich im neuen Jahr nicht. Der Verband kalkuliert die Preise immer auf drei Jahre, die nächste Änderung steht 2020 ins Haus. Nur in Mutzschen, das beim Abwasser einer eigenen Kalkulation unterliegt, müssen die Bürger ab 2019 tiefer in die Tasche greifen. Auch die Anfahrtspauschale für abflusslose Gruben und Kleinkläranlagen erhöht sich.

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Geschäftsführer Kunath ging auch auf das Gruppenkläranlagen-Programm ein, das vor dem Abschluss steht. In den letzten zehn Jahren setzte der Verband 22 Projekte um und steckte mehr als neun Millionen Euro in die neuen Anlagen. Die Grundstückseigentümer wurden finanziell mit Mehrkostenbeiträgen und Anschlusskosten beteiligt. Im Schnitt habe jeder zwischen 3000 und 5000 Euro entrichten müssen, so Kunath. „Wir hatten mit 7790 Euro in Commichau aber auch einen Ausreißer dabei.“ Kunath: „Die Bürger haben in etwa das bezahlt, was sie auch für eine eigene biologische Kleinkläranlage hingelegt hätten, haben aber jetzt ein Rundum-Sorglos-Paket und auch mit Folgekosten nicht zu rechnen.“

Im Bau ist nur noch die Gruppenkläranlage in Sermuth, die Anfang 2019 in Betrieb gehen soll. Die Anlagen in Kaditzsch und Wagelwitz muss der Verband noch abrechnen.

Von Frank Prenzel

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