Durch den City-Tunnel?

Weltweit erster Wasserstoffzug rollt von Leipzig nach Grimma

Landkreis Leipzig/Grimma. Es ist ein besonderer Star der Schiene, der am 1. Februar in Grimma einrollt: Ein innovativer Wasserstoffzug des Bahntechnik-Konzers Alstom, der an diesem Tag eine Strecke zwischen Leipzig und der Muldestadt absolviert. Aufs Gleis setzt die Neuheit der Zweckverband für den Nahverkehrsraum Leipzig (ZVNL).

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Gemeinsam mit Hersteller Alstom präsentiert der Verband erstmalig in Ostdeutschland einen innovativen Wasserstoffzug im Live-Betrieb.

Der neue Wasserstoffzug wurde bereits im  Norden von Deutschland getestet

Der neue Wasserstoffzug wurde bereits im Norden von Deutschland getestet.

Bislang waren es nur kühne Visionen, doch mit der Premierenfahrt am 1. Februar sollen weitere Unterstützer für das Projekt gewonnen werden: Bereits seit längerem verfolgt der ZVNL die Idee, Wasserstoff als Antriebstechnik für den Zugverkehr in Mitteldeutschland einzusetzen. Wasserstoffzüge gelten vor allem auf nicht elektrifizierten Nebenstrecken als echte Alternative zum Dieselbetrieb. Alstom entwickelte den weltweit ersten Zug, der elektrischen Strom aus Wasserstoff generiert und deshalb nicht auf Oberleitungen angewiesen ist.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von YouTube, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Wasserstoffzug transportiert Fahrgäste klimafreundlich

Bereits im Vorjahr ergab eine Machbarkeitsstudie mit dem Titel „H2 – Schienenverkehr in Mitteldeutschland“ grünes Licht für die klimafreundliche Beförderung: Dieseltriebwagen könnten demnach – den politischen Willen der Akteure vorausgesetzt – auf einigen Strecken durchaus bald ins Depot geschickt werden.

Der Zweckverband Nahverkehr könnte sich vorstellen, den Zug  auf Strecken nach Grimma und Gera einzusetzen

Der Zweckverband Nahverkehr könnte sich vorstellen, den Zug auf Strecken nach Grimma und Gera einzusetzen.

Der ZVNL als zuständiger Aufgabenträger für den Schienenpersonennahverkehr hatte die Untersuchung in Auftrag gegeben – gemeinsam mit der Metropolregion Mitteldeutschland unter Beteiligung des ostdeutschen Wasserstoffclusters Hypos. Im Mittelpunkt stehen laut ZVNL-Chef Oliver Mietzsch die Strecken Leipzig-Grimma sowie die Verbindung Leipzig-Gera, die beide auf diese Weise schneller ins mitteldeutsche S-Bahn-Netz integriert werden könnten.

Innovativer Zug kann durch den Leipziger City-Tunnel fahren

Technisch ist die Idee auf jeden Fall umsetzbar, versichern die Experten. Als Knackpunkt galt vor allem die Frage, ob der Leipziger City-Tunnel auch mit Wasserstoffzügen befahrbar ist. Dies habe die Studie eindeutig bejaht, so der ZVNL.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige
Der Wasserstoffzug des Herstellers Alstom kann auch durch den Leipziger City-Tunnel fahren

Der Wasserstoffzug des Herstellers Alstom kann auch durch den Leipziger City-Tunnel fahren.

Vor allem aber steht mit dem Coradia iLinit ein mittlerweile auch in der Praxis erprobter Zug zur Verfügung. Nachdem es im Juli 2018 vom Eisenbahn-Bundesamt grünes Licht für den Einsatz im Passagierverkehr gab, befördern die modernen Triebwagen seit dem Vorjahr erstmals in Deutschland Zugreisende nach Fahrplan.

Zug auf Strecken in Bremervörde getestet

Ihren Alltagstest muss die Technologie auf der Strecke Buxtehude-Bremervörde-Cuxhaven bestehen. Und die ersten Urteile aus Norddeutschland hören sich auch für mitteldeutsche Ohren positiv an. Hersteller und Betreiber zeigen sich demnach zufrieden. Alles laufe nach Plan, wird der zuständige Technik-Chef des deutsch-französischen Konzers Alstom zitiert.

Auch zwischen Buxtehude und Cuxhaven fuhren früher Dieseltriebwagen – ähnlich wie zwischen Leipzig und Grimma. Die modernen Wasserstoffzüge seien nunmehr nicht nur deutlich leiser unterwegs, sondern würden auch keine Abgase mehr produzieren. Vor allem aber befördern sie Passagiere, ohne auf die teure Elektrifizierung der Strecke angewiesen zu sein.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Von Simone Prenzel

Mehr aus Grimma

 
 
 
 
 
Anzeige
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Letzte Meldungen

 
 
 
 
 
 
 
 
 

Spiele entdecken