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Jubiläumsausstellung

30 Jahre Fotogeschichte in Mölkau und Markkleeberg

Andreas J. Mueller und Kerstin Langner präsentieren die Plakate der Sonderschau im Deutschen Fotomuseum.

Andreas J. Mueller und Kerstin Langner präsentieren die Plakate der Sonderschau im Deutschen Fotomuseum.

Markkleeberg.Mit einer Sonderausstellung, die von heute an bis zum 29. September gezeigt wird, erinnert das Deutsche Fotomuseum im Agra-Park an die 180-jährige Geschichte der Fotografie und feiert gleichzeitig den 30. Geburtstag einer deutschlandweit einzigartigen Institution.

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Am 19. August 1839 veröffentlichte die Pariser Akademie der Wissenschaft das Verfahren der Fotografie so wie wir es heute kennen. Der Tag gilt als Geburtstag der Fotografie. „Das wird weltweit gefeiert, dem kann man sich nicht entziehen“, sagt Fotomuseumsdirektor Andreas J. Mueller und blickt zurück. „Am 19. August 1989, zum 150. Geburtstag der Fotografie, eröffneten der Fotograf und Kamerahistoriker Peter Langner und Kerstin Langner in Mölkau ein Fotomuseum“, so Mueller. „Die Sammlung war bereits weit über die Grenzen der DDR hinaus bekannt, doch durfte sich die Einrichtung, die unter strenger Beobachtung der Stasi stand, nicht Museum nennen.“ Nach dem Tod von Peter Langner eröffnete Kerstin Langner gemeinsam mit Mueller das „Kamera- und Fotomuseum“. Beide organisierten zwischen 1994 und 2013 weit mehr als 100 Ausstellungen stilbildender deutscher und internationaler Fotokünstler aus dem 19. und 20. Jahrhundert.

2013 Umzug nach Markkleeberg

„Dank des Rufes, den wir uns in Mölkau erworben haben, konnten wir 2013 in das moderne Museumsgebäude nach Markkleeberg umziehen“, blicken Langner und Mueller zurück. Das sei ein Qualitätssprung gewesen, der zur Gründung des Deutschen Fotomuseums geführt habe. Es sei das einzige Fotomuseum in Deutschland, das mit seiner Kamera-, Zubehör- und Fotosammlung Technik-, Kunst- und Kulturgeschichte kombiniere.

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Langner und Mueller haben den roten Faden der bedeutenden Positionen zeitgenössischer, historischer und künstlerischer Fotografien aufgenommen. „Die historischen Fotografien dokumentieren den ästhetischen und stilistischen Wandel, der sich seit 1839 vollzogen hat“, so Mueller.

150 überregional bedeutende Schauen

Die Zahl der Ausstellungen ist auf mehr als 150 angewachsen. Die Reihe „Große Lichtbildner“ wird fortgeführt. Sie erinnerte beispielsweise an August Sander (1876 – 1964), einen der wichtigsten und für die Porträtgeschichte einflussreichsten Fotografen des 20. Jahrhunderts. Beliebt und immer gut besucht ist auch die Serie zur „Ästhetik der Lüste“. Haben sie für die Schauen im Mölkauer Domizil noch mit großformatigen City-Light-Plakaten geworben, sind die Aushänge in Markkleeberg zwar kleiner geworden, nicht jedoch die überregionale Bedeutung. Der Werkschau „Verbotene Fotos“ von Peter Langner, der als einer der bekanntesten Fotografen der DDR mit Milieu-Studien des real existierenden Sozialismus das SED-Regime verärgerte, hat 2016 sogar die Tagesschau einen Beitrag gewidmet.

Von Gislinde Redepenning

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