Projektarbeit

Jugendliche tanzen für den Kohle-Stopp

Mitglieder des Tanz-Ensembles holen sich im Bergbau-Technik-Park Inspirationen für ihre Performance.

Mitglieder des Tanz-Ensembles holen sich im Bergbau-Technik-Park Inspirationen für ihre Performance.

Grosspösna. Mit einer beeindruckenden Show präsentierten unlängst in der Mehrzweckhalle in Dreiskau-Muckern Kinder und Jugendliche die Ergebnisse ihres Projektes „CoalDance“ rund um das Thema Kohle. Initiiert vom Ufer-Leben-Verein war diesem Projekt voriges Jahr ein umweltpädagogisches Zirkusprojekt mit dem Titel „So ein Zirkus um die Kohle“ vorausgegangen. Dabei sei schnell klar geworden, dass das Thema Kohle unglaublich vielseitig ist und das Projekt fortgesetzt werden sollte, beschreibt Frank Beutner vom Verein die Situation

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Neuer Zugang zu Umweltthemen

So startete dann das auf ein Jahr angelegte Tanz- und Luftakrobatik-Projekt „CoalDance“. Angeleitet von Luftartistin Miriam Arbach und Tanzpädagogin Nele Kohlmann standen dabei die chemische Kohlestruktur, die tierische Wiederbesiedlung der Bergbaufolgelandschaft und der Widerstand gegen die Abbaggerung der Landschaft für den Kohleabbau im Vordergrund der thematisch-dynamischen Verknüpfung. „Natur- und Umweltthemen sind komplex und daher schwer zu fassen und zu überblicken. Durch die Verknüpfung mit dem eigenen Körper, Bewegung und Spiel schaffen wir einen neuen Zugang, der von den Kindern und Jugendlichen mit sehr viel Kreativität und Freude angenommen wird“, erläutert Arbach.

Bei Ausflügen in die Kohle-Ausstellung des Museums Borna und in den Bergbau-Technik-Park ließen sich die Teilnehmerinnen für ihre Luftartistik- und Tanzperformance inspirieren. In der beeindruckenden Kulisse der ehemaligen Bergbau-Technik schwangen sich die Tänzer am Schaufelradbagger mit ihren Tüchern in die Lüfte. Dabei dachten sie auch an die Protestaktionen im Hambacher Forst und an die Bewegung Fridays for Future. Ergebnis: Die Gruppe entwickelte einen eigenen Widerstandstanz, der nun in Dreiskau-Muckern erstmals aufgeführt wurde.

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Tanzexpertin ermutigt Teilnehmer

Martina Kessel, Leiterin vom Förderprogramm ChanceTanz des Bundesverbandes Tanz in Schulen war zu der Vorstellung aus Berlin angereist. „Natur- und Umweltthemen in dieser von Strukturwandel geprägten Region mit tänzerischen Mitteln zu behandeln, ist eine herausfordernde Idee. Themenauswahl, Bündniszusammensetzung, Umsetzung … das passt alles“, resümierte die Tanzexpertin. Sie ermutigte die Teilnehmer aufgrund der thematischen Aktualität und der gelungenen Abschluss-Show zu einer weiteren öffentlichen CoalDance-Aufführung. Diese ist nun für den 15. September in der passenden Kulisse des Bergbau-Technik-Park geplant.

Von Olaf Barth

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