Wert von 150 Millionen Euro

Rekordfund in Sachsen: 700 Kilo Kokain in Zuckerlieferung versteckt

Die gemeinsame Ermittlungsgruppe Rauschgift des Landeskriminalamtes Sachsen und des Zollfahndungsamtes Dresden soll den Fund aufklären.

Die gemeinsame Ermittlungsgruppe Rauschgift des Landeskriminalamtes Sachsen und des Zollfahndungsamtes Dresden soll den Fund aufklären.

Leipzig. Es ist der bisher größte Kokainfund im Freistaat: Mitarbeiter eines Lebensmittelbetriebes im Landkreis Mittelsachsen haben bereits am 4. Januar in einer Zuckerlieferung rund 700 Kilo des Rauschgifts entdeckt. Das teilte das Landeskriminalamt (LKA) am Dienstag mit. Der Betrieb habe sofort die Ermittlungsbehörden verständigt. „Ein Anfangsverdacht gegen die Firma besteht nicht“, sagte Tom Bernhardt, Sprecher des LKA.

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Polizei glaubt an Irrläufer

Die Polizei versucht nun den Weg des Kokains nachzuvollziehen und herauszufinden, für wen die Lieferung bestimmt war. Dem LKA zufolge waren die 600 Päckchen in einer Großlieferung Rohrzucker aus Südamerika versteckt. Die Beamten gehen bei der Sendung an den Lebensmittelbetrieb von einem Irrläufer aus. „Die Sicherstellung derart großer Mengen hat erheblichen Einfluss auf den gesamten Betäubungsmittelmarkt“, erklärte die Präsidentin des LKA Sachsen, Sonja Penzel.

Dreistelliger Millionenwert

Den Beamten zufolge weise der Fund einen hohen Reinheitsgrad auf. Der Straßenverkaufswert betrage mindestens 150 Millionen Euro. Insider gehen von einem noch wesentlich höheren Wert aus. Da das Rauschgift oft mit anderen Substanzen gestreckt werde, hätte sich mit dem Fund im Straßenverkauf auch bis zu 300 Millionen erzielen lassen. „Schwerpunkt der Ermittlungen ist die Aufklärung der Hintergründe, Lieferwege und generellen Zusammenhänge“, so LKA-Chefin Penzel.

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Extrabewachung durch LKA

„Das Kokain befindet sich an einem sicheren Ort und wird auch extra bewacht“, so Bernhardt. Derzeit werden Proben davon chemisch untersucht. Nach Abschluss der Ermittlungen stehe die Vernichtung des Rauschgifts, berichtete der Sprecher.

Von Matthias Roth

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