Mit Musiker Ehlert

Heimatverein Seelingstädt lädt zum Whiskytest

Dominique Ehlert (vorn) mit der Band „Restless Legs“, die die Veranstaltung mit irischer Tanzmusik umrahmte.

Dominique Ehlert (vorn) mit der Band „Restless Legs“, die die Veranstaltung mit irischer Tanzmusik umrahmte.

Seelingstädt. „Ich habe mein Hobby zum Beruf gemacht, darum musste ich mir ein neues Hobby suchen“, erzählte Dominique Ehlert mit Blick auf seine neue Leidenschaft, den Whisky.

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Der 33-Jährige studierte an der Leipziger Hochschule für Musik und Theater Jazz- und Popularmusik mit Schwerpunkt Schlagzeug. Heute arbeitet er als freischaffender Musiker in verschiedenen Bands. Seine Faszination für den Whisky möchte er mit vielen Interessenten teilen - so auch am Sonnabend als Gast des Heimatvereins im Seelingstädter Speicher. Mit über 50 Besuchern war die Veranstaltung komplett ausverkauft.

Teil zwei des launigen Seminars mit sechs Sorten

Ehlerts Interesse für das edle Getränk begann bei einem Besuch in Schottland. „Damals war ich auch in einer Brennerei, doch fürs Probieren war ich mit 15 Jahren noch zu jung“, erinnerte sich der Leipziger, der aus der Nähe von Dortmund stammt. Beim Abiturball war er dann 18 Jahre und probierte dort einen richtig guten schottischen Whisky.

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Das Interesse war geweckt, viele Proben und das Studium von Fachliteratur schlossen sich an. Material gibt es reichlich, doch auch die Vielfalt an Brennereien ist riesig.

Viele Kleinstbrennereien, die kaum einer kennt

„Es gibt auch viele Kleinstbrennereien, die kaum jemand kennt“, weiß er. Die Beschaffung selbst seltener Sorten sei dank des Internets aber meist kein Problem. „Doch das Wissen ist bei diesem Thema oft nicht so groß“, sagte er. Diese Lücke möchte er mit seinen Vorträgen ausfüllen. „Im Internet kann ich zwar mittlerweile sehr viel dazu erfahren, doch schmecken und riechen kann man dort nichts.“

Mitgebracht hatte er für sein launiges Seminar sechs charakteristische Sorten. Schon bei seinem ersten Auftritt in Seelingstädt hatte er sechs Sorten dabei, nun gab es gewissermaßen den zweiten Teil zu entdecken. „Für den dritten Teil gibt es schon jetzt erste Reservierungen“, kündigte Manfred Müller, der Chef des Heimatvereins, an.

Jeder Besucher mit persönlicher Bewertung

Jeder Besucher konnte im Anschluss seine ganz persönliche Bewertung der hochprozentigen Proben zu Papier bringen. Ein richtig oder falsch gab es dabei nicht. „Am Geschmack scheiden sich natürlich die Geister“, so Ehlert. Gerade die etwas torfigen Sorten seien für so manchen Tester eher ungenießbar. „Doch 40 Prozent der Leute berichten mir von ganz neuen Geschmackserlebnissen.“

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Gibt es einen Tipp für Anfänger? „Auf keinen Fall sollte man gleich einen uralten und teuren Whisky kaufen. Denn mit den vielen Jahren nimmt der Whisky die Aromen des Fasses an. Und die können auch mal sehr bitter sein.“

Was ist mit Whisky auf Eis? Ehlert rät eher ab. „Manche mögen ja einen verdünnten Whisky. Doch Kälte macht die Aromen kaputt, deshalb sollte man Whisky auch eher warm trinken. So entfaltet sich der ganze Geschmack.“

Von Bert Endruszeit

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