Bewaffnete Personen

Hohes Polizeiaufgebot bei Kundgebung gegen Rechts in Wurzen

Rund 250 Teilnehmer haben sich am Sonnabend in Wurzen zu einer Kundgebung gegen rechte Gewalt zusammengefunden.

Rund 250 Teilnehmer haben sich am Sonnabend in Wurzen zu einer Kundgebung gegen rechte Gewalt zusammengefunden.

Wurzen. Begleitet von einem hohen Polizeiaufgebot haben sich am Sonnabend in Wurzen rund 250 Menschen zu einer Kundgebung gegen rechte Gewalt zusammengefunden. Einsatzkräfte sicherten das Geschehen und die umliegenden Straßen ab.

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Laut Polizei versuchten einige Personen, Teilnehmer der angemeldeten Mahnwache zu provozieren. Beamte isolierten vereinzelt Unruhestifter vom Geschehen. Zudem hatten sich Angaben der Polizei zufolge auf einem Grundstück in der Nähe Vermummte versammelt. Sie seien auch mit Teleskopschlagstöcken und Baseballschlägern bewaffnet gewesen. Die Beamten hätten die Identitäten festgestellt, sagte ein Polizeisprecher. Später teilte die Polizei mit, dass Ermittlungen aufgenommen und Anzeigen gefertigt worden seien. Zu den Details äußerte sich die Behörde noch nicht.

Insgesamt sei die Kundgebung am Samstag friedlich verlaufen, so das Fazit der Behörde.

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Das Bündnis "Irgendwo in Deutschland", das zu der Demo aufgerufen hatte, sprach am Abend von einem "Angriff von Nazis", die unter anderem "bewaffnet mit langen Messern" aus einem Gebäude gestürmt seien. Eine Sprecherin des Bündnisses forderte "ein konsequentes Einschreiten gegenüber der rassistischen Szene in Wurzen".

Gegenveranstaltung angemeldet

Kurz vor Beginn der Mahnwache war zudem eine Gegenveranstaltung unweit des Bahnhofsparks angemeldet worden, bestätigte Thomas Kirstenpfad vom Landratsamt. Sie sollte von 14.30 bis 18 Uhr stattfinden. Rund 30 Teilnehmer hatten sich Angaben der Polizei zufolge zunächst dazu versammelt. Nach etwa 45 Minuten löste sich diese Spontankundgebung wieder auf. 150 Beamte der Polizeidirektion Leipzig, der Bereitschaftspolizei und der Bundespolizei waren am Sonnabend im Einsatz, wie ein Sprecher sagte. Auch Polizeipräsident Bernd Merbitz war am Nachmittag vor Ort.

Die Antifa-Demo war nach der Auseinandersetzung zwischen Einheimischen und Flüchtlingen am vergangenen Wochenende angemeldet worden und läuft unter dem Motto "Solidarität mit allen Betroffenen rassistischer und rechter Gewalt – Den rechten Strukturen keinen Millimeter zurückweichen." "Wir wollen ein Zeichen gegen Rassismus setzen, aber nicht durch die Stadt laufen", hatte Juliane Nagel, Landtagsabgeordnete der Linken und Versammlungsleiterin im Vorfeld gesagt.

lieb/fs/jhz

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