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Helden der Region gesucht – LVZ porträtiert Feuerwehren im Landkreis Leipzig

Die LVZ will die Feuerwehren der Region porträtieren

Die LVZ will die Feuerwehren der Region porträtieren

Landkreis Leipzig. Sie sind im Ernstfall immer zur Stelle, opfern ihre Freizeit und oft auch einen Großteil ihres Familienlebens und halten zudem mit ihrem sozialen Engagement das gesellschaftliche Leben in ihren Orten zusammen: Die freiwillige Feuerwehren sind mehr als Brandbekämpfer in der Region. Ohne sie geht oft nichts mehr im Ort und in den Stadtteilen.

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141 Feuerwehren im Landkreis Leipzig

Schon die Zahlen beeindrucken: Rund 3600 Frauen und Männer sind ehrenamtlich in den Feuerwehren des Leipziger Landes und des Muldentals aktiv. Eine Zahl, die in den vergangenen zwei, drei Jahren stabil ist. In den insgesamt 30 Städten und Gemeinden des Landkreises gibt es 141 freiwillige Feuerwehren.

Mehr als 100 von ihnen unterhalten Kinder- und Jugendfeuerwehren. In denen engagieren sich an die 1700 Heranwachsenden, Tendenz steigend. Die Jugendwehren sind in vielen Orten ein entscheidender Personal-Pool für die Einsatzabteilung.

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Zusätzliche Aufgaben binden die Kräfte

„Die Herausforderungen für die Feuerwehren wandeln sich. Das Löschen von Bränden ist längst nicht mehr allein im Vordergrund“, sagt Kreisbrandmeister Nils Adam. „Oft werden wir zur Rettung von Menschen nach Verkehrsunfällen, zu technischen Hilfeleistungen und Hilfen nach Unwettern gerufen.“

Steigend sind ebenso die Alarmierungen, um den Rettungsdienst beim Transport hilfloser und schwergewichtiger Personen aus Wohnungen zu unterstützen, um Türen im Notfall zu öffnen, um Ölspuren auf Straßen zu beseitigen. Dinge, die keinesfalls originäre Aufgaben einer Feuerwehr sind und die zunehmend Kräfte binden.

Die LVZ will die Feuerwehren der Region porträtieren und ihre Arbeit würdigen.

Die LVZ will die Feuerwehren der Region porträtieren und ihre Arbeit würdigen.

Bei Waldbränden gefordert

„Was schlaucht, das waren in diesem Jahr die vielen Waldbrände, bei denen wir auch weit über die Region hinaus gefordert waren“, sagt Adam. An die 150 Ehrenamtliche aus zahlreichen Wehren des Landkreises Leipzig hatten in Nordsachsen, in Brandenburg, in der Sächsischen Schweiz mit gelöscht. Eine deutlich höhere Zahl als bei den Waldbränden 2020 und nach der verheerenden Flut im Ahrtal 2021.

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„Zu klären ist: Wie gehen wir in der Zukunft mit solchen länger dauernden Einsätzen um?“, fragt der Kreisbrandmeister an die Adresse der Politik. Denn man sei auf solche Szenarien weder personell noch technisch „in Vollendung vorbereitet“.

Ganz abgesehen davon, dass diese Einsatzkräfte im Ernstfall vor Ort fehlen – und dass ihre Arbeitgeber, die sie dafür freistellen, sie in den Unternehmen vermissen. „Viele Firmen wissen, was sie an der Feuerwehr haben. Eine längere Freistellung ist trotzdem problematisch.“

Ohne Ehrenamt aber werde es definitiv nicht gehen. Um für Personal-Stabilität zu sorgen, habe es sich bewährt, dass Kommunen bei ihren Einstellungen die Belange der Feuerwehren mit im Blick haben. Andere sollen das künftig mehr in den Fokus rücken. Auch Doppelmitgliedschaften in zwei Wehren sind praktikabel, so Adam: „Ein Allheilmittel sind sie aber nicht.“

Keine Selbstverständlichkeit

Wir werden in den nächsten Wochen diesen enormen Einsatz mit der LVZ-Aktion „Helden der Region“ würdigen und wollen zugleich thematisieren, dass der ehrenamtliche Dienst in der freiwilligen Feuerwehr alles andere als eine Selbstverständlichkeit ist. In einer Beitragsserie stellen wir verschiedene Wehren der Region vor – aus den Städten, aber auch aus den kleinen Landgemeinden.

Wir sind neugierig und wollen wissen, welch verschiedene Einsätze Sie in einem Jahr wie diesem haben. Wie bei Ihnen die Nachwuchsarbeit gelingt, wie Traditionen gepflegt werden und mit welchen Schwierigkeiten Sie heute kämpfen. Wir möchten aber auch gern die Frauen in Ihrer Feuerwehr besuchen und Ihre Altersabteilung vorstellen. Und natürlich interessieren wir uns für Ihre Besonderheiten vor Ort: vom liebevoll gepflegten Oldtimer bis zur kuriosen Technik Marke Eigenbau.

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Innenminister Schuster als Schirmherr der LVZ-Aktion

Schirmherr der LVZ-Aktion ist Sachsens Innenminister Armin Schuster (CDU). Er sagt: „Feuerwehrleute gehen sprichwörtlich durchs Feuer. Sie opfern dafür eine ganze Menge – Zeit mit ihren Kindern, Frauen, Männern, Freunden. Schlaf. Nerven. Und oft genug ein Stück heile Welt. Unseren Kameradinnen und Kameraden können wir nicht genug für den Dienst danken, den sie unserem Land erweisen.“

Mit ihrem Einsatz würden sie nicht nur Tag für Tag Leben retten, sie setzten auch täglich Zeichen des Zusammenhalts, der Mitmenschlichkeit und der Hilfsbereitschaft. „Ohne ihren freiwilligen Dienst wäre der Brandschutz in Sachsen weder denk- noch leistbar.“

Sachsens Innenminister Armin Schuster (CDU) ist Schirmherr der LVZ-Aktion: „Feuerwehrleute gehen sprichwörtlich durchs Feuer.“

Sachsens Innenminister Armin Schuster (CDU) ist Schirmherr der LVZ-Aktion: „Feuerwehrleute gehen sprichwörtlich durchs Feuer.“

Zur LVZ-Aktion sagt Schuster: „Ich danke der Leipziger Volkszeitung, die mit ihrer Serie ,Helden der Region‘ vor allem die Freiwilligen im ländlichen Raum vorstellt, würdigt und einem großen Publikum erklärt, dass vor allem diese Menschen die Gesichter des Hilfeleistungssystem unseres Landes sind.“ Gern habe er hierfür die Schirmherrschaft übernommen.

Bitte bewerben Sie sich – wir stellen Ihre Feuerwehr vor

Dazu brauchen wir Sie: Die Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehren im Landkreis Leipzig. Bitte bewerben Sie sich: Schreiben Sie uns eine kurze E-Mail mit Ihren Kontakten und Ansprechpartnern an die Adresse landkreis.leipzig@lvz.de unter dem Stichwort "Feuerwehr". Wir kommen auf Sie zu und vereinbaren einen Termin, um ihre Feuerwehr vorzustellen. Einsendeschluss der Bewerbungen ist der 30. September.

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LVZ-Leser stimmen ab – Sieger-Wehren winken je 1000 Euro

Und es kommt noch besser: Am Ende der Porträtserie rufen wir alle LVZ-Leser zu einem Online-Voting auf, über ihre Helden der Region abzustimmen. Die Wehr, die die meisten Stimmen bekommt, gewinnt 1000 Euro. Damit auch kleinere Orte eine Chance haben, wird es sogar zwei Sieger geben: je eine Stadtfeuerwehr und eine Feuerwehr aus einer Landgemeinde. Und natürlich berichten wir dann gern über die Gewinner. Wir freuen uns auf Sie!

Laden Sie sich jetzt hier kostenfrei unsere neue LVZ-App herunter:

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Von Olaf Majer und Ekkehard Schulreich

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