Sturmschäden

Rotbuche bedroht Haus in Kühnitzsch – THW und Feuerwehr bringen Baum zu Fall

Das Einfamilienhaus war von der Rotbuche bedroht. fsw - Frank Schmidt - MTL - BOG

Das Einfamilienhaus war von der Rotbuche bedroht. fsw - Frank Schmidt - MTL - BOG

Lossatal/Kühnitzsch. Die Nachwirkungen von Friederike haben Feuerwehr und THW auf den Plan gerufen. In Kühnitzsch, einem Ortsteil von Lossatal, drohte eine uralte Rotbuche auf das Dach eines nahen Einfamilienhauses zu stürzen. In unmittelbarer Nähe war durch den Sturm ein Baum bereits abgebrochen und auf das Grundstück gekracht, wo es Schäden an Schuppen und Garagen gab – das Wohnhaus wurde nur knapp verfehlt. Die Gemeinde hat nun reagiert und das kontrollierte Fällen des Baumes in Auftrag gegeben. Zuvor aber, so versicherte Kämmerer Normen Gebhardt vor Ort, habe man sich von einem Sachverständigen bestätigen lassen, dass bei dem Baum Gefahr in Verzug sei. „Daraufhin wollten wir zeitnah eine einschlägige Fachfirma binden, was aber am Kapazitätsmangel scheiterte. Letzte Hoffnung waren für uns THW und Feuerwehr“, erklärte Gebhardt. Aber nicht etwa, weil das kostengünstiger für den Auftraggeber – also für die Gemeinde – wäre. „Den Einsatz müssen wir bezahlen“, sagte Gebhardt, der die Rechnung dafür auf den Tisch bekommen wird. Wie hoch die ausfallen werde, vermochte er noch nicht zu sagen.

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Viel wichtiger sei die Sicherheit der Hausbewohner, die fortan wieder ruhiger schlafen werden. Was aber Fiedericke mit dem anderen Baum mühelos gelang, sollte beim THW merhere Stunden dauern. Denn auch für diese Arbeiten galt das oberste Prinzip der Sicherheit. Und so wurde mithilfe der Wurzener Feuerwehr von der Drehleiter aus dem Baum quasi die Schlinge um den Hals gelegt, also in entsprechender Höhe ein Sicherungsseil gespannt, das wiederum mit einer Seilwinde am THW-Fahrzeug verbunden wurde. Erst dann wurde ein Fallkeil in den Stamm der Buche geschnitten, die übrigens nach Aussagen von Günter Hübner schätzungsweise an die 300 Jahre alt gewesen sei. Der in Kühnitzsch Ortsansässige ist auch als Windmüller bekannt und machte für den Heimatverein Fotos. Allerdings blieb ihm verwehrt festzuhalten, wie der Baum fiel, da es inzwischen längst dunkel geworden war.

Erst bei Tageslicht am Tag drauf konnten dann auch die anderen Dorfbewohner am liegenden Baum nachmessen, ob er, wie von Gebhardt grob geschätzt, tatsächlich 40 bis 45 Meter hoch war.

Von Frank Schmidt

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