Schloss Thammenhain

Rüdiger Freiherr von Schönberg veranstaltet Konzerte und führt durch den Park

Blick von der Terrasse in den Park: Schloss Thammenhain lockt wieder einmal mit Musik und der grünen Oase.

Blick von der Terrasse in den Park: Schloss Thammenhain lockt wieder einmal mit Musik und der grünen Oase.

Lossatal/Thammenhain. Schloss Thammenhain öffnet sich wieder seinen Freunden – allen Liebhabern der Musik und der Natur. So spielt am Sonntag, 23. Juli, der bekannte Bratschist, Professor Ulrich von Wrochem, im Festsaal des Schlosses. Sein Programm beginnt mit der berühmten Suite Nr. 1 G-Dur für Viola solo von Johann Sebastian Bach. Es folgt die Suite g-Moll von Max Reger. Das Konzert schließt mit einer Suite des Thomaskantors Bach – der Suite Nr. 5 c-Moll.

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„Mit den Stücken“, so Gastgeber Rüdiger Freiherr von Schönberg, „spannt von Wrochem einen Zeitbogen durch die Musikgeschichte der Bratsche.“ Der Gast in Schloss Thammenhain wurde in Dippoldiswalde geboren. Seine Karriere als Solist führte ihn in die ganze Welt, unter anderem an die Berliner Oper und die Mailänder Scala. „Die Auswahl der Stücke zeigt seine Verbundenheit mit Sachsen und der großen sächsischen Musiktradition“, merkt Freiherr von Schönberg an. Vor allem aber dürften die Besucher gespannt sein, wie die alemannische Bratsche des Künstlers von 1700 mit dem in Eiche getäfelten Festsaal des Schlosses harmoniert. Von Schönbergs Großvater Kaspar Adolf Ferdinand (1874 – 1945), Begründer der Quarzporphyr AG und der Kaolingruben, ließ den Saal 1890/1891 durch den Architekten Adolf Leyn aus Hannover und den Leipziger Kunsttischler Franz Schneider erbauen.

Das Konzert beginnt 17 Uhr, zuvor laden Elisabeth und Rüdiger von Schönberg ab 14.30 Uhr wieder zur Coffeetime und ab 15.30 Uhr zu einem Rundgang im Schlosspark ein. Allein schon die 16 Hektar große Grünanlage ist sehenswert, da sie sich dank der Parkseminare der Technischen Universität Dresden zu einem Schmuckstück entwickelte. „Nur wenige Orte in Sachsen haben so etwas wie unseren Laubengang oder den großen Schlossteich“, schwärmt der pensionierte Bundesrichter, der seit 2006 mit seiner Frau im Thammenhainer Schloss lebt. Er erwarb 2000 das Anwesen zurück. 55 Jahre nachdem im Oktober 1945 die Familie enteignet, vertrieben, zunächst auf Schloss Colditz und später auf Rügen interniert wurde.

Erst seit Kurzem kann übrigens die Brücke am westlichen Zulauf des Schlossteiches wieder benutzt werden. Hilfe dabei erhielten von Schönbergs durch die Projektschüler der Oberschule Lossatal mit ihrem Betreuungslehrer Thomas Kaßner. Aber ebenso vom Thammenhainer Handwerksbetrieb Mobama mit André Massow und Sebastian Scheuring, von Tischlermeister Peter Heinze sowie der Familie Knöfel. „Jetzt gelangen die Besucher wieder direkt vom Dorf in den Park.“ Für den Schlossherrn ist der Park nicht nur ein Paradies, sondern zugleich ein Garten. Und davon dürfen sich die Gäste unter anderem beim Konzert am 23. Juli überzeugen. Gerade auch, weil die Terrasse den Saal mit der Natur verbindet.

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Anmeldung zum Konzert sind erbeten unter Schloss Thammenhain, Am Wildpark 4, 04808 Lossatal – Ortsteil Thammenhain, Telefon: 034262/4 49 60; Fax: -61; E-Mail: elisabeth.v.schoenberg@gmx.de

Von Kai-Uwe Brandt

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