Bürgerinitiative Böhlitz

Schon 3000 Unterschriften für Rettung des Biotops Holzberg

Dieser vor Jahrzehnten geschlossene Steinbruch am Holzberg in Böhlitz soll verfüllt werden. Für den Erhalt des Biotops setzt sich seit Monaten eine Bürgerinitiative ein und startete eigens eine Online-Petition.

Dieser vor Jahrzehnten geschlossene Steinbruch am Holzberg in Böhlitz soll verfüllt werden. Für den Erhalt des Biotops setzt sich seit Monaten eine Bürgerinitiative ein und startete eigens eine Online-Petition.

Thallwitz/Böhlitz. Bereits zu einem zweiten Gespräch mit Landrat Henry Graichen (CDU) haben sich kürzlich Vertreter der Bürgerinitiative (BI) zur Rettung des Natur- und Klettergebietes Holzberg getroffen. An dem Termin nahmen außerdem Mitarbeiter von Ämtern der Kreisbehörde und des Freistaates Sachsen sowie der Thallwitzer Bürgermeister Thomas Pöge (parteilos) teil.

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Wie BI-Sprecher Gunter Winkler jetzt informierte, sei nach wie vor die Gefahr nicht gebannt, "dass das wunderschöne Natur- und Klettergebiet Holzberg unter einer 30 Meter dicken Erdschicht begraben wird". Anfang des Vorjahres erwarb die Unternehmensgruppe Kafril mit Sitz in Großzschepa das rund drei Hektar große Areal, um dort in Zukunft Abbruchmaterial zu verschütten. Doch gerade das will die BI verhindern. Insofern, betonte Winkler, sprachen die Teilnehmer über die Möglichkeit zum Erhalt des Flachwasserbiotops.

Der Holzberg sichert streng geschützten Arten das Überleben

Zunächst aber machte sich Lutz Bergmann, Leiter des Umweltamtes im Landratsamt, vor Ort ein Bild vom Mitte der 70er-Jahre stillgelegten Steinbruch. Winkler zufolge seien sich alle im Nachgang an der Exkursion darüber einig gewesen, „dass es sich hierbei um einen einzigartigen, komplexen Naturraum handelt, der vielen bedrohten und streng geschützten Arten das Überleben in der Region sichert“.

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Des Weiteren schilderte Steffen Döhner, Referatsleiter des Oberbergamtes in Freiberg, den Anwesenden die derzeit bergrechtliche Situation und sprach zugleich seine Anerkennung für die konstruktiven Vorschläge der BI aus. Deren Umsetzung wolle das Oberbergamt übrigens unterstützen.

Die Initiative kämpft seit Monaten um den Erhalt des grünen Paradieses und hob daher einmal mehr ihre Ziele hervor: der Schutz der Flora und Fauna sowie ein freier Zugang zum Zwecke von Sport und Erholung. Wie Winkler betonte, sei der BI sehr wohl bewusst, dass die Interessen des Verkäufers und Käufers vom Holzberg bei der Lösung des Problems "von großer Bedeutung sind".

Bürgerinitiative hofft auf guten Willen aller Beteiligten

Letztlich, fügte er an, zeigte sich trotz der offenen und konstruktiven Gesprächsatmosphäre, in welcher akuten Gefahr sich das Idyll Holzberg befinde. „Schon deshalb wurde ein schnelles und entschlossenes Handeln zur Abwendung eines ökologischen Desasters angemahnt.“ Außerdem setzte sich seiner Ansicht nach bei den Beteiligten des zweiten Gesprächstermins die Auffassung durch, dass am Holzberg „bei gutem Willen aller“ eine Umweltzerstörung verhindert werden könne.

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Über 3000 Personen unterzeichnet bereits Online-Petition

Allein deswegen sammelte die BI per Online-Petition an den Ministerpräsidenten Michael Kretschmer (CDU) Unterschriften. Bisher unterzeichneten über 3000 Personen die Bittschrift. Darin fordern sie unter anderem „den bereits bestehenden Biotopschutz der über 40 Meter hohen Felswände und der angrenzenden Flachwasserzone auf den Status eines Flächendenkmals zu erhöhen“. Winkler zum Schluss: „Bleibt zu hoffen, dass es der Regionalpolitik mit Hilfe der sächsischen Landesregierung gelingt, den Konflikt zu entschärfen und für eine zukunftsweisende Entwicklung am Holzberg zu sorgen.“

Kontakt: Bürgerinitiative Böhlitz, Straße des Friedens 17 in 04808 Thallwitz, OT Böhlitz, Telefon 034263/7 05 32, E-Mail info@bi-böhlitz.de, Webseite: www.bi-böhlitz.de

Von Kai-Uwe Brandt

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