Kita-Notstand

Vorschulkinder sollen in Macherner Grundschule

Ein Mangel an Betreuungsplätzen herrscht in Machern (Symbolbild).

Ein Mangel an Betreuungsplätzen herrscht in Machern (Symbolbild).

Machern. Vize-Bürgermeister Karsten Frosch (CDU) und Beauftragter Andreas Dietze erläuterten am Donnerstagabend in Machern Vorstellungen, eine vorübergehende Entlastung im Kita-Bereich zu schaffen. "Das Landratsamt fordert von uns kurzfristig 32 Plätze", erklärte Dietze.

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Container auf Kita-Gelände scheidet aus

Interessierte Eltern erfuhren, dass dafür zwei Objekte untersucht wurden: die Grundschule sowie das Kinderheim im Eichenweg. Dietze meinte, er sei emotionslos an das Thema herangegangen und habe die Varianten auf zeitliche und finanzielle Umsetzbarkeit abgeklopft. „Viele Gedankenspiele schieden von vornherein aus, weil die Schaffung von Baurecht zu lange gedauert oder gänzlich fraglich gewesen wäre.“ Darunter fiel zum Beispiel die Idee, auf dem Kita-Gelände im Zeititzer Weg Container aufzustellen.

Landesjugendamt hält Vorschlag für geeignet

"Zu den Alternativen Grundschule und Kinderheim haben Büros schließlich die Kosten ermittelt", ergänzte Frosch. Auch das Landesjugendamt habe beide Objekte besichtigt und die prinzipielle Eignung bescheinigt. "Letztlich läuft es auf die Variante Grundschule hinaus, weil diese am ehesten finanzierbar ist", fasste der stellvertretende Bürgermeister zusammen. Die Details der angedachten Lösung sorgten bei den Zuhörern nicht gerade für Begeisterung. Die Aussicht, dass Vorschulkinder zusammen mit Viertklässlern eine Einrichtung besuchen, erschien vielen Rednern nicht optimal. Außerdem würde den Kinder die Vorfreude auf die Schule genommen, wenn sie schon ein Jahr früher das Gebäude betreten.

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Lange Wartelisten für Krippenkinder

Der Gemeinde wurde jahrelange Untätigkeit vorgeworfen. Zudem sei schon jetzt absehbar, dass die 32 Plätze vorn und hinten nicht reichen würden. Die Wartelisten seien vor allem für Krippenkinder schon deutlich länger, klagten betroffene Familien. Einige Redner warfen andere Varianten wie die Nutzung des Pfarrhauses oder die Umnutzung des Kinder- und Jugendhauses in der Brandiser Straße in die Debatte. „Hier könnte doch eine Krippe entstehen“, lautete ein Vorschlag.

Abfrage zum Umzug bei allen Eltern

Gemeinderat Valentin Theil (SPD), der den Eltern ebenfalls Rede und Antwort stand, plädierte dafür, nicht nur die eigenen Interessen zu sehen. „Im Gemeinderat gibt es ebenso Fürsprecher für das Kinder- und Jugendhaus, so wie Sie sich als Fürsprecher der Kita-Interessen verstehen.“ Frosch versicherte zudem, dass im Kinder- und Jugendhaus die Kapazität für 32 Plätze nicht vorhanden sei.

Der Zeitplan sieht vor, ab dem Schuljahr 2019/2020 in der Grundschule 32 Vorschulkinder zu betreuen, um dringend benötigte Kita-Plätze freizulenken. „Dabei appellieren wir an Eltern aus allen Ortsteilen, sich freiwillig zu melden“, so Karsten Frosch. Optimal wäre, wenn sich eine größere Gruppe komplett für den Wechsel entscheidet. Dann könnte eventuell auch der gewohnte Erzieher mit umziehen. Zeitnah soll eine entsprechende Abfrage bei den Eltern gestartet werden.

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Langfristig wird Machern eine neue Kita bauen müssen, erklärte die Verwaltung. Als Bauplatz dafür ist eine Fläche westlich des Plagwitzer Weges im Gespräch.

Von Simone Prenzel

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