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Wurzener findet entstellte Katze: „Ein klarer Fall von Tierquälerei“

Ein riesiger Tumor am Kopf beeinträchtigte die Katze so schwer, dass der Tierarzt sie einschläfern musste.

Ein riesiger Tumor am Kopf beeinträchtigte die Katze so schwer, dass der Tierarzt sie einschläfern musste.

Wurzen. „Das war jenseits von Gut und Böse“, erinnert sich Fischer, der das leidende, herrenlose Tier sogleich mitnahm. Gemeinsam mit Eva Jahn vom Tierheim Wurzen fand er einen Tierarzt, der die Beule als ausgewachsenen Tumor identifizierte und die Katze, die aufgrund der Missbildung weder sehen konnte noch zur Nahrungsaufnahme fähig und deshalb unterernährt war, am selben Abend einschläferte. Dass es sich um eine Straßenkatze handelte, bei denen derartige Krankheiten öfter auftreten, sei jedoch äußerst unwahrscheinlich. „Der Tierarzt meinte, dass es an ein Wunder Grenze, dass sie überhaupt noch lebt“, berichtet Eva Jahn. „Außerdem war die Katze zu gepflegt, um eine Straßenkatze zu sein.“ Deshalb sind Jahn und Fischer davon überzeugt, dass das Tier ausgesetzt wurde, weil sich der Halter die Kosten für Behandlung und Einschläferung sparen wollte.

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Ein riesiger Tumor am Kopf beeinträchtigte die Katze so schwer, dass der Tierarzt sie einschläfern musste

Ein riesiger Tumor am Kopf beeinträchtigte die Katze so schwer, dass der Tierarzt sie einschläfern musste.

„Für mich ist das ein klarer Fall von Tierquälerei“, empört sich Fischer, der selbst Besitzer einer Katze ist. Auch verstehe er nicht, warum die Katze bisher keinem anderen aufgefallen sein soll – in seinen Augen ein weiteres Indiz dafür, dass das Tier erst kurz zuvor ausgesetzt wurde. Den mutmaßlichen Halter will er nun zur Verantwortung ziehen. Juristisch kann er sich dabei auf Paragraf 3 des Tierschutzgesetzes (TierSchG) berufen, der es verbietet, ein „in Obhut eines Menschen gehaltenes Tier auszusetzen oder es zurückzulassen, um sich seiner zu entledigen oder sich der Halter- oder Betreuerpflicht zu entziehen“. Ein Verstoß kann mit einem Bußgeld von bis zu 25 000 Euro bestraft werden. Auch die Anzeige einer Straftat beim Staatsanwalt ist möglich.

„Wenn ein begründeter Verdacht besteht, dass ein Tier ausgesetzt wurde, sollte man sich am besten an die Polizei wenden und Anzeige erstatten“, erklärt Laura Simon vom Tierschutzverein Tasso. Generell gilt: Wer in seinem Umfeld Zeuge von Tierquälerei wird, kann und sollte dies den Behörden, zum Beispiel dem Landratsamt melden. „Wir sind in solchen Fällen auf Hinweise aus der Bevölkerung angewiesen“, erklärt LRA-Sprecherin Brigitte Laux. Auch bei Erkrankungen, die dem Tier Schmerzen bereiten, sei der Halter verpflichtet, es einem Tierarzt vorzustellen.

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Hinweise auf die Herkunft der Katze (Fotos auf www.lvz.de/wurzen) können an die Polizeistelle Wurzen, Lüptitzer Straße 39, Tel. 03425/9850 gerichtet werden.

Von Christian Neffe

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