Goethestraße

Wurzener Wohnungsgesellschaft lockt mit neuem Projekt – Stadtreihenhäuser

Blick in die Zukunft: In etwa so könnten die Stadthäuser in der Goethestraße aussehen.

Blick in die Zukunft: In etwa so könnten die Stadthäuser in der Goethestraße aussehen.

Wurzen. Die Wurzener Gebäude- und Wohnungsgesellschaft mbH (WGW) beschreitet neue Wege. Statt mit Wohnen im neuen Eigenheimstandort am Rande der Stadt will der Großvermieter mit schmucken Reihenhäusern in die City locken. Eigens dafür entwickelte die WGW in Zusammenarbeit mit dem Planungsbüro Andreas Kewitz aus Wurzen sowie der Stadtverwaltung eine Konzeptstudie und hat dafür auch schon eine Fläche im Blick – die Goethestraße.

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Fläche für Neubau vorhanden

Noch aber wächst hier Gras auf der Fläche, die einst der Stadtumbau Ost in die Gebäudezeile riss. „Allerdings kann sich das mit einer genügenden Zahl an Interessenten ändern“, sagt WGW-Geschäftsführer Peter Sauer. Immerhin liegt der Rückbau beinahe 15 Jahre zurück. Damals ließ Wurzen aufgrund des Bevölkerungsschwundes – allein 2800 Einwohner von 1990 bis 2003 (15,1 Prozent) – vielerorts leer stehenden und nicht benötigten Wohnraum dank staatlicher Gelder vom Markt nehmen – bis 2010 rund 560 Wohnungen. So auch von Mitte bis Ende 2004 in der Goethestraße.

Verkaufsversuche schlugen fehl

„Seither haben wir uns bemüht, das Areal zu verkaufen. Vergeblich!“ Es gab zwar den einen oder anderen Kunden, zum Beispiel für die Errichtung eines Garagenhofes. Weitere mögliche Vertragsabschlüsse scheiterten zudem an der bindenden Förderklausel, dass binnen von zehn Jahren keine Mehrfamilienhäuser zur Vermietung an Ort und Stelle entstehen dürfen. Ebenso wenig setzte sich die Idee zur Errichtung eines kleinen Parkes an der Goethestraße durch, den die Experten seinerzeit als sogenannten grünen Trittstein favorisierten.

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Nachfrage nach Bauland

Mittlerweile, so Sauer, werde in der Muldestadt, insbesondere von jungen Familien, händeringend Bauland gesucht. Die Kommune reagierte und entwickelt gerade das Gebiet Eilenburger Straße zwischen ehemaliger Kaserne und dem Solarpark zum Eigenheimstandort. Bis der Erste bauen darf, dauert es mit allem Drum und Dran und der Erschließung noch ein, zwei Jahre, rechnet Sauer. „Daher bieten wir mit unserem Vorhaben, der Stadtreihenhäuser in der Goethestraße, eine Alternative.

Wohnen in der Stadt

Entstehen sollen den Plänen nach bis zu acht Reihenhäuser mit einer Nutzfläche von 155 Quadratmeter plus 25 Quadratmeter für die Garage. Die Grundstücke sind circa 320 Quadratmeter groß.“ „Womöglich rümpfen einige die Nase, weil es ihnen an der Straße zu laut ist.“ Doch aus Sicht von Sauer bietet das Wohnen in der Stadt jede Menge Vorteile, zumal nach hinten raus Balkone oder eventuell eine Dachterrasse für Freiluftatmosphäre sorgen. Die Außenansicht gibt natürlich die WGW vor, den Innenausbau dürfe jeder künftige Eigentümer selbst organisieren. „Als nächsten Schritt stellen wir erst einmal eine Bauvoranfrage.“ Im Wesentlichen, fügt der 55-Jährige an, stehe und falle das aktuelle Projekt mit der Anzahl der Interessenten – acht braucht es insgesamt. Oder zumindest vier Bauwillige, um die Stadtreihenhäuser in zwei Abschnitten zu errichten. Bei entsprechendem Zuspruch, lässt Sauer zum Schluss wissen, gebe es noch genügend WGW-Abrissflächen, wie in der Lessing- oder Theodor-Körner-Straße, diese Konzeptstudie fortzuführen.

Übrigens kann sich jeder, der Interesse an einem Stadtreihenhaus in der Goethestraße hat, ab sofort bei Konstanze Mucke, Leiterin des Sachgebietes Hochbau im Stadthaus, unter Telefon 03425/85 60-162 melden sowie bei Peter Sauer, Wurzener Gebäude- und Wohnungsgesellschaft mbH, unter der Rufnummer 03425/9 06 40.

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Von Kai-Uwe Brandt

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