Engagement

10. Leipziger Familienfreundlichkeitspreis in LVZ-Kuppel verliehen

Verleihung des Familienfreundlichkeitspreises 2018 in der LVZ-Kuppelhalle: Gruppenfoto aller Ausgezeichneten mit Juroren, Laudatoren und Maskottchen.

Verleihung des Familienfreundlichkeitspreises 2018 in der LVZ-Kuppelhalle: Gruppenfoto aller Ausgezeichneten mit Juroren, Laudatoren und Maskottchen.

Leipzig. „Erdmännchen, Erdmännchen“, ruft ein Knirps freudig begeistert. Das Maskottchen des LVZ-Familienmagazins „Schlingel“ dreht sich zu ihm um, die beiden klatschen sich mit „High Five“ ab. Bunt, fröhlich und lebhaft geht es am Sonnabend Vormittag in der Kuppelhalle der Leipziger Volkszeitung zu – bei der Verleihung des zehnten Leipziger Familienfreundlichkeitspreises. Vom zwei Monate alten Baby bis zu Omas und Opas sind alle Generationen dabei, die für „Familie“ stehen. Die Maskottchen der Stadtwerke, der Wasserwerke, der Leipziger Verkehrsbetriebe, der Leipziger Messe und der LVZ treiben ihre Späßchen mit den Kindern. Sie sind aber nicht nur lustige Hingucker, sondern symbolisieren die langjährigen Partner der Aktion.

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Jedes Jahr überraschende Entdeckungen

Der Preis wurde einst vom Stadtrat ins Leben gerufen, als Leipzig noch eine schrumpfende Stadt mit Tendenz zur Überalterung war. "Inzwischen haben wir so viele junge Leute, dass wir gar nicht nachkommen, allen einen Kitaplatz zur Verfügung zu stellen", räumte Sozialbürgermeister Thomas Fabian ein. Überflüssig werde der Preis aber deswegen nicht. "Jedes Jahr ist die Jury überrascht, wie viele und vielfältige Akteure sich in Leipzig darum kümmern, dass Kinder, Eltern und Großeltern gemeinsam etwas erleben können. Sie verdienen es, bekannt gemacht zu werden", erklärte Fabian. LVZ-Lokalchef Björn Meine als Vertreter des Gastgebers fügte hinzu: "Mit ihrem Engagement für Familienfreundlichkeit machen sie Leipzig ein Stück lebenswerter."

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Drei Preisträger und drei Sonderpreise

40 Projekte wurden in diesem Jahr für den Familienfreundlichkeitspreis vorgeschlagen. Drei Jurys gingen unabhängig voneinander nach einer Vorauswahl in die Spur, um über die Verteilung der insgesamt 6500 Euro Preisgeld zu entscheiden.

Den ersten Preis, verbunden mit 2000 Euro, gewinnt die Mitmach-Ausstellung Inspirata auf der Alten Messe, die schon mehrfach nominiert war. Jeder dritte Leipziger Schulanfänger kennt die Ausstellung und hat schon mit seinen Eltern, Großeltern oder mit Gleichaltrigen über die spannenden naturwissenschaftlichen Experimente gestaunt. "Nächstes Jahr wollen wir ein neues Exponat ausstellen. Es kommt aus Amerika, und es geht um optische Täuschungen. Mit dem Preisgeld können wir ein ganzes Stück davon bezahlen", kündigte Ausstellungsleiter Tino Meißner an.

Der zweite Preis, 1500 Euro, geht an das Regenwaldmuseum Phyllodrom. Rund 60 ehrenamtliche Mitstreiter machen dort die Kreisläufe der Natur erlebbar. Ethnologin Bettina Grallert will das Geld für eine "Schnupperstation" mit Gerüchen des Regenwaldes, eine "Fühlstation" oder andere Selbermach-Angebote nutzen.

Der dritte Preis, dotiert mit 1000 Euro, geht an das Familienzentrum Paunsdorf. Es hat montags bis freitags geöffnet und bietet niedrigschwellige Angebote zum Mitmachen für Familien und Nachbarn. Leiterin Sandra Bader überlegt, einen Teil des Geldes für das Migraten-Café zu verwenden.

Die Kinderjury vergibt ihren mit 1000 Euro verbundenen Sonderpreis an das Offene Atelier im Allee-Center Grünau. In einem derzeit unvermieteten Laden können Menschen aller Altersklassen nach Lust und Laune kreativ werden – nicht nur mit Papier und Stiften, sondern auch mit der Spraydose oder beim Marmorieren und Mosaiklegen.

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Der Sonderpreis für Sport, Gesundheit und Bewegung, ebenfalls in Höhe von 1000 Euro, wird dem TSV Leipzig 76 in Grünau verliehen. Der Verein organisiert zahlreiche Sportkurse, aber auch Ernährungsberatung.

Den Sonderpreis für außergewöhnliches Engagement (ohne Geldzuwendung) erhält Petra Hohn. Sie hat einst ihren 18-jährigen Sohn verloren und brauchte danach selbst Hilfe, um wieder auf die Beine zu kommen. Schritt für Schritt baute sie die Geschäftsstelle des Bundesverbandes verwaister Eltern und trauernder Geschwister in Leipzig auf.

Moderatorin Sylvaine Reiche kündigte an, dass die Leipziger von Ende Januar bis Anfang März erneut Vorschläge machen können, wer den Familienfreundlichkeitspreis 2019 erhalten soll. In den vergangenen zehn Jahren wurden insgesamt 80 engagierte Personen und Initiativen ausgezeichnet.

Von Kerstin Decker

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