Mehrere Verletzte

Anschlag auf Reisebus mit Corona-Demonstranten in Connewitz: Soko LinX ermittelt

Bei dem Angriff wurden nahezu alle Scheiben des Busses zerstört.

Bei dem Angriff wurden nahezu alle Scheiben des Busses zerstört.

Leipzig. Nach dem brutalen Angriff auf einen Reisebus in Leipzig-Connewitz hat die Soko LinX beim Sächsischen Landeskriminalamt (LKA) die Ermittlungen übernommen. "Es wird von einem politischen Motiv der Tat ausgegangen", sagte LKA-Sprecher Tom Bernhardt auf LVZ-Anfrage. Der Mercedes-Bus war am Samstagabend mit Teilnehmern der "Querdenken"-Kundgebung auf der Rückreise nach Dortmund (die LVZ berichtete). Den Übergriff werten die Ermittler als besonders schweren Fall des Landfriedensbruchs.

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Es war am Sonnabend gegen 20 Uhr, als der Reisebus sowie ein Kleinbus auf der Wolfgang-Heinze-Straße stadtauswärts unterwegs waren. Am Herderpark mussten die Fahrzeuge stoppen, da Unbekannte Mülltonnen auf die Fahrbahn geschoben hatten. „Aus einer Menge von Personen heraus, die sich im Bereich aufhielten, wurden die Fahrzeuge mit Steinen und Flaschen beworfen“, berichtete das LKA. An jenem Abend war es in dem linken Szenestadtteil erneut zu massiven Ausschreitungen gekommen.

Fahrgäste durch Glassplitter verletzt

Bei der Attacke gingen nahezu alle Scheiben der Busse zu Bruch. „Durch umherfliegendes Glas und durch weitere Wurfgeschosse wurden mehrere Insassen der Busse verletzt“, so Bernhardt. „Es entstand Sachschaden von mehreren zehntausend Euro.“

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Der Bus-Angriff war eine von zahlreichen Straftaten zwischen dem 6. und 8. November in der Stadt, welche nun die Soko LinX bearbeitet. So gab es in der Nacht zum Sonnabend einen Farbanschlag auf ein Mehrfamilienhaus in der Saalfelder Straße. Am Samstag kurz vor 14 Uhr zogen dem LKA zufolge rund 300 dunkel gekleidete und vermummte Personen von der Nürnberger Straße in Richtung Johannisplatz. Dabei zündeten sie ein Fahrzeug an. Zudem gab es am Sonntagabend Anschläge auf zwei Polizeidienststellen in Connewitz und Plagwitz.

Die Soko des Polizeilichen Terrorismus- und Extremismus- Abwehrzentrums hofft nun auf Zeugenhinweise, um die Täter ermitteln zu können. „Auch Wahrnehmungen im Internet oder in den sozialen Medien können die Ermittlungen unterstützen“, so der Behördensprecher. Hinweise nimmt die Kripo Leipzig, Dimitroffstraße 1, Telefon: 0341 96646666 entgegen.

Von Frank Döring

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