Spezialeinheit übernimmt

Anschlag auf Shisha-Bar: LKA hat Linksextremisten im Visier

Mit Farbe beschmierten Unbekannte die künftige Shisha-Bar.

Mit Farbe beschmierten Unbekannte die künftige Shisha-Bar.

Leipzig. Nach dem Anschlag auf eine künftige Shisha-Bar in der Connewitzer Arno-Nitzsche-Straße (die LVZ berichtete) hat die gemeinsame Ermittlungsgruppe Linksextremismus "GEG LE" die Ermittlungen übernommen. Diese besteht aus Experten des sächsischen Landeskriminalamtes (LKA) sowie der Leipziger Polizeidirektion und führt auch die Ermittlungen zum Angriff auf den Konsum-Supermarkt im ehemaligen Westwerk Plagwitz. "Es wird vermutet, dass es sich um eine linksextremistische Tat handeln könnte", so LKA-Sprecherin Kathlen Zink, "auch aufgrund des Bekennerschreibens auf Indymedia."

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Darin hatten Unbekannte eine Art Kampfansage an die überwiegend aus Migranten bestehende Streetgang „White Lions“ formuliert, aus deren Umfeld die Betreiber der Bar angeblich stammen sollen. Bei der aus Bodybuildern und Kampfsportlern bestehenden Gruppierung aus der Eisenbahnstraße handele es sich um „Feinde der Emanzipation“, heißt es in dem Indymedia-Text. Gangmitglieder würden demnach „mit der Versklavung von Frauen durch Zuhälterei und die Unterhaltung von Bordellen“ verdienen. „Wir sehen deren Einzug nach Connewitz als Angriff auf unsere Idee eines solidarischen Kiezes, auf die Idee einer befreiten Gesellschaft!“

Wohl aus diesem Grund beschmierten die unbekannten Täter vor knapp zwei Wochen Fassade und Schaufenster des vor der Eröffnung stehenden Lokals mit Teerfarbe. „Es liegt mittlerweile eine Strafanzeige des Betroffenen wegen Sachbeschädigung vor“, so die LKA-Sprecherin. Gegenwärtig werde auch geprüft, in welchem Verhältnis der Bar-Betreiber zu den „White Lions“ stehe.

Der Vorsitzende des CDU-Ortverbandes Leipzig-Süd, Karsten Albrecht, hat den Angriff auf die Shisha-Bar verurteilt. „In einer Demokratie gilt es, Meinungsverschiedenheit auszudiskutieren“, so der Kommunalpolitiker. „Gewalt hat keinen Platz in Connewitz. Wo bleibt die Distanzierung der Linken von derartigen Gewalttaten?“

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Frank Döring

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