Newsletter „Leipzig Update“

Asyl in Sachsen - der Montag in Leipzig

Guten Abend, liebe Leserinnen und Leser,

als es dunkler wurde, versammelten sich am vergangenen Donnerstagnachmittag in der Gemeinde Laußig (Nordsachsen) etwa 280 Menschen am Feuerwehrhaus. Manchen trugen Fahnen der rechtsextremen Freien Sachsen, ein Transparent wurde ausgerollt, auf dem unmissverständlich zu lesen war: Geflüchtete sind hier nicht willkommen. Anschließend zog die Menge durch den Ort, wollte Bürgermeister Lothar Schneider zur Rede stellen. Er sollte versichern, dass auch künftig in der Gemeinde mit ihren 3500 Einheimischen keine Asylbewerberinnen und Asylbewerber untergebracht werden.

Es ist nur eine Szene von vielen, die aktuell die erneute Debatte zur Unterbringung von Geflüchteten im Freistaat beschreibt. Seit Monaten warnt Sachsens Innenminister Armin Schuster (CDU) angesichts steigender Zuweisungszahlen vor einer Überlastung der Kapazitäten. Meine Kollegin Denise Peikert hat sich unter anderem angeschaut, wie die Lage in den Landkreisen und Gemeinden tatsächlich ist? Wie ausgelastet sind die zur Verfügung stehenden Unterbringungen zwischen Görlitz, Plauen und Leipzig? Was ist anders als in den Vorjahren? Und warum wachsen Angst und Hass auf Geflüchtete vor allem in Sachsen derzeit wieder so lautstark? Ihre Recherchen finden sie jetzt frisch auf unserer Webseite mit dem Titel: „Geflüchtete in Sachsen: Wie ausgelastet sind die Kapazitäten wirklich?

 

Bild des Tages

Prozessauftakt im Landgericht Leipzig gegen den mutmaßlichen Drogenhändler Maximilian Schmidt (m.) und vier Mitangeklagte. Das Medieninteresse war gewaltig, schließlich sind Schmidts bisherige Straftaten auch Vorlage für die erfolgreiche Netflix-Serie "Shiny Flakes".

Prozessauftakt im Landgericht Leipzig gegen den mutmaßlichen Drogenhändler Maximilian Schmidt (m.) und vier Mitangeklagte. Das Medieninteresse war gewaltig, schließlich sind Schmidts bisherige Straftaten auch Vorlage für die erfolgreiche Netflix-Serie "Shiny Flakes".

Millionen Menschen weltweit haben inzwischen die Netflix-Erfolgsserie „How to Sell Drugs Online (Fast)“ gesehen. Vorlage für die Geschichte um einen minderjährigen Drogendealer ist der Leipziger Maximilian Schmidt, der bis 2013 aus seinem Kinderzimmer im Stadtteil Lößnig heraus illegale Substanzen verschickte. Am Montag begann in Leipzig erneut ein Gerichtsprozess gegen den inzwischen 28-Jährigen. Reporter Frank Döring war für die LVZ dabei.

 

Fünf Lese-Empfehlungen für Sie

 

Zitat des Tages

„Das Kind hat keine schweren oder lebensbedrohlichen Verletzungen. Das Rad der Kutsche hat wohl den Oberschenkel erwischt. Nach ersten Erkenntnissen ist nichts gebrochen.“

Volker Wulff, Chef der Leipziger Messe Partner Pferd, gibt den Zuschauern nach einem Unfall auf dem Parcour-Gelände Entwarnung.

Bei der Siegerehrung des Springreiten-Weltcups auf der Messe Partner Pferd in Leipzig wurde ein Mädchen vor voll besetzten Zuschauerrängen von einer Kutsche überfahren. Zum Glück blieb es bei Blessuren an Armen und Beinen.

 

Das wird morgen für Leipzig wichtig

  • Vorstellung des Pflegereports 2022: Im Mittelpunkt der Barmer-Analyse stehen unter anderem die erneuten Corona-Ausbrüche in sächsischen Pflegeheimen im vergangenen Jahr.
  • Kabinettssitzung zu Digitalthemen: In Chemnitz beraten die Ministerinnen und Minister der Landesregierung über die digitale Zukunft in Sachsen. Unter anderem geht es um die Digitalisierung der Justiz und um eine kulturelle Haltung zur digitalen Gesellschaft.
  • Themenjahr „Leipzig - Die ganze Stadt als Bühne“: 14 Ortschaften rings um die City sollen in diesem Jahr überregional präsent werden. Die Kommune stellt am Dienstag erste Details vor.

Wir wünschen Ihnen einen schönen Abend,

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