Fotografie-Sammlung

Ausstellung im Capa-Haus zeigt Leipziger Szenen vom Kriegsende 1945

Das sanierte Capa-Haus heute. Unweit davon überquerten kapitulierende deutsche Soldaten 1945 die Zeppelinbrücke, fotografiert von Robert Capa.

Das sanierte Capa-Haus heute. Unweit davon überquerten kapitulierende deutsche Soldaten 1945 die Zeppelinbrücke, fotografiert von Robert Capa.

Leipzig. Das Capa-Haus im Leipziger Westen ist noch heute ein Symbol für die Befreiung der Messestadt von den Nationalsozialisten. In dem charakteristischen Eckhaus an der Jahnallee hat der Kriegsfotograf Robert Capa am 18. April 1945 den Tod des Soldaten Raymond J. Bowman festgehalten – als „The Last Man to Die“ ging das Bild um die Welt.

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71 Jahre später soll am Originalschauplatz eine Ausstellung an die Ereignisse vom April 1945 erinnern. Im neusanierten Capa-Haus eröffnen Kulturbürgermeister Michael Faber und Zeitzeuge Lehmann Riggs am Sonntag, den 17. April, 10 Uhr, die Sammlung „War is over – Robert Capa in Leipzig“. Sie zeigt Fotografien der Kämpfe am Elsterflutbecken; dort leisteten die deutschen Soldaten Widerstand gegen die anrückende US-amerikanische Armee.

Zwei der 15 im Café Eigler ausgestellten Aufnahmen offenbaren zudem Szenen, die in der Umgebung des Neuen Rathauses stattfanden. Auch „The Last Man to Die“ ist unter den Exponaten. Eine umfangreiche Sammlung über das Leben und Wirken Capas sollten die Besucher aber nicht erwarten. „Für uns ist das eine Gratwanderung“, erklärt Christoph Kaufmann vom Stadtgeschichtlichen Museum. „Die Ausstellung zeigt nur Fotografien von diesem einen Tag in Leipzig und ist nicht vergleichbar mit Sammlungen in einem Museum.“

Bowmanstraße wird eingeweiht

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Zudem soll am kommenden Sonntag in der Jahnallee 61 eine Gedenktafel enthüllt und die am Gebäude vorbeiführende Straße als Bowmanstraße eingeweiht werden. Erst mit der Identifizierung des sterbenden Soldaten Raymond J. Bowman von Capas berühmter Fotografie rückte die Bedeutung des Bauwerks als Schauplatz historischer Ereignisse wieder in den Fokus.

Zuvor verfiel das Gebäude in der Jahnallee zunehmend. 2011 erteilte die Stadt Leipzig die Abrissgenehmigung. Als eine Bürgerinitiative den bis dahin unbekannten Namen des Toten herausfand, betonte die Stadt ihr Interesse am Erhalt des Komplexes. Er wurde 2012 verkauft und anschließend saniert. 2016 waren die Arbeiten abgeschlossen, im Erdgeschoss öffnete das Café Eigler. Dort richtete die Initiative mit Unterstützung des Stadtgeschichtlichen Museums nun eine Fotoausstellung ein.

„War is over – Robert Capa in Leipzig“, Café Eigler im Capa-Haus, Jahnallee 61, Eintritt frei

jhz

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