Leipzig-Neulindenau

Baumwollspinnerei: Farbanschlag auf Büro von Justizminister Sebastian Gemkow

Auf das Büro von Sebastian Gemkow wurde ein Farbanschlag verübt. Büroleiterin Beate Feist ist entsetzt.

Auf das Büro von Sebastian Gemkow wurde ein Farbanschlag verübt. Büroleiterin Beate Feist ist entsetzt.

Leipzig. Unbekannte Täter haben die Fassade sowie die Fenster eines Hauses auf dem Gelände der Baumwollspinnerei mit schwarzer Farbe beschmiert. In dem Gebäude hat der sächsische Justizminister Sebastian Gemkow (CDU) ein Wahlkreisbüro.

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Der Anschlag ereignete sich in der Nacht von Donnerstag auf Freitag. Es liegt bereits eine Anzeige vor; der Staatsschutz ermittelt, wie Polizeisprecher Uwe Voigt erklärte. Zu den Hintergründen und zur Höhe des Sachschadens seien derzeit noch keine Angaben möglich, so Voigt. „Man kann in einer Demokratie über alles diskutieren und das muss auf zivilisierte Art passieren“, sagte Sebastian Gemkow (CDU) gegenüber der LVZ. „Gewalt und Zerstörung darf kein Mittel der Auseinandersetzung sein.“

Der jetzige Anschlag das Büro einer Partei ist bereits binnen kurzer Zeit. Zuletzt hatten sich Unbekannte im Internet zu einem Angriff auf das Domizil des SPD-Ortsvereins Südwest in der Karl-Heine-Straße am vergangenen Sonnabend bekannt. In der Woche davor waren sämtliche Frontscheiben im Bürgerbüros des SPD-Landtagsabgeordneten Holger Mann in der Georg-Schumann-Straße eingeworfen worden.

Sebastian Gemkow war schon einmal von einem Anschlag betroffen, der allerdings schwerwiegender war. Im November 2015 war die Fensterfront seines damaligen Wohnhauses August-Bebel-Straße/Scharnhorststraße mit schweren Granitsteinen beschmissen worden. Zwei dieser Wurfgeschosse durchschlugen die aus Sicherheitsgründen angebrachte Schlagschutzfolie und landeten krachend in Gemkows Zuhause. Anschließend schleuderten die Täter mit stinkender Buttersäure gefüllte Christbaumkugeln durch die kaputten Scheiben. Der Minister schlief in jener Nacht mit seiner Frau und den beiden Kindern hinter einem Fenster mit geschlossener Jalousie. Nur durch nsehr viel Glück wurde niemand verletzt. Ein Gerichtsverfahren zu diesem Anschlag wird neu aufgerollt.

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Von Björn Meine

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