„Fast ausgebucht“

Betten statt Burgplatzloch: Neues Hotel in der Leipziger City eröffnet

Anika Mittelstädt leitet das neue NH-Hotel am Burgplatz 5.

Anika Mittelstädt leitet das neue NH-Hotel am Burgplatz 5.

Leipzig. Das im Frühjahr 1995 entstandene Burgplatzloch ist endgültig Geschichte. Am Mittwoch eröffnete an derselben Stelle der spanische Branchenriese NH-Hotels ein Vier-Sterne-Haus mit Tiefgarage und 197 Zimmern – darunter elf Suiten, barrierefreie und Familienzimmer.

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Tagungsbereich mit Blick zum Neuen Rathaus

Der Fitnessbereich befindet sich im fünften, das Hotel-Restaurant im ersten Stock. Neben dem Restaurant gibt es sechs Tagungsräume mit freiem Blick zum Rathaus, erklärte Hotel-Direktorin Anika Mittelstädt. Die 38-Jährige stammt aus Nienburg/Weser, leitete zuletzt das NH-Hotel Dessau. „Am Burgplatz sind wir schon zum Start fast ausgebucht“, sagte Mittelstädt.

Öffentliche Bar und Pläne für einen Freisitz

Mit ihrem 22-köpfigen Team wolle sie das zweite Leipziger Standbein (es gibt bereits ein NH an der Messe) der in über 50 Ländern aktiven Gruppe als offenes Haus führen. So lädt die Bar im Erdgeschoss – mit kleinen spanischen Gerichten und Flammkuchen – jedermann ein. Für einen Freisitz gibt es Pläne. Nebenan zieht ins Erdgeschoss des Neubaus nach LVZ-Informationen später noch ein großer Gastronomie-Bereich.

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Wie berichtet, zieren die Sandsteinfassade Figuren der Kirchengeschichte wie Martin Luther – ein Hinweis auf die weltweit bekannte Leipziger Disputation, die 1519 in der damaligen Pleißenburg am Burgplatz stattfand.

Die Fassade des neuen NH-Hotels am Burgplatz zieren fünf Figuren der Leipziger Disputation, die sich im Juni und Juli 2019 zum 500

Die Fassade des neuen NH-Hotels am Burgplatz zieren fünf Figuren der Leipziger Disputation, die sich im Juni und Juli 2019 zum 500. Mal jährt. Konkret sind es Johannes Eck, Georg von Sachsen und Martin Luther (untere Reihe von links) sowie der Universitätsprofessor Petrus Schade Mosellanus (obere Reihe links) und Rektor Langius Lembergius (oberere Reihe rechts). Auf Wunsch der Schweizer Eigentümer des Petersbogens kam der französisch-schweizerische Reformator Johannes Calvin hinzu (obere Reihe Mitte).

Grünen-Fraktionschefin Katharina Krefft kritisierte am Mittwoch in einer Mitteilung, „dass es bei den Statuen wieder keine Frau in die Verewigung geschafft hat.“ In der gesamten Leipziger Innenstadt gebe es „keine Frauendenkmäler“. Am Burgplatz sei wieder eine Chance vergeben worden – und das ausgerechnet im Clara-Schumann- und Louise-Otto-Peters-Jahr.

Von Jens Rometsch

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