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Prozess am Amtsgericht

Brandserie in Grünau: 21-Jährige angeklagt

Im Januar klickten für eine mutmaßliche Brandstifterin die Handschellen, jetzt erhob die Staatsanwaltschaft Anklage gegen sie.

Im Januar klickten für eine mutmaßliche Brandstifterin die Handschellen, jetzt erhob die Staatsanwaltschaft Anklage gegen sie.

Leipzig.Nach einer Serie von Brandstiftungen in Leipzig-Grünau hat die Staatsanwaltschaft jetzt Anklage gegen eine 21-jährige Frau erhoben. Wie die Behörde auf Anfrage der LVZ mitteilte, wird der Tatverdächtigen Brandstiftung in drei Fällen und Sachbeschädigung vorgeworfen.

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Die mutmaßliche Zündlerin war Anfang Januar festgenommen worden. Am 11. Januar wurde gegen sie ein Haftbefehl wegen dringenden Tatverdachts erlassen, seither befindet sie sich in Untersuchungshaft. Für die Ermittler ist offenbar klar, dass die junge Frau hinter der besorgniserregenden Serie von Brandstiftungen steckt, die über Monate hinweg insbesondere Anwohner des Andromedawegs beschäftigte. Zum Ende des vorigen Jahres und in den ersten Tagen 2019 waren immer wieder Brände im Kellerbereich eines dortigen Mehrfamilienhauses ausgebrochen und hatten die dort wohnenden Mieter in Gefahr gebracht.

So kam es im September 2018 zu einem Großeinsatz der Feuerwehr, als sich nachts im Keller ein Brand ausbreitete. Die Flammen beschädigten Abflussrohre, zudem musste auf der linken Seite des Hauses die Strom- und Wasserversorgung abgestellt werden. An einem Abend im Oktober schlug erneut ein Feuerteufel zu, zündete im Keller Unrat und abgestelltes Mobiliar an. Durch die Hitze entstanden Schäden an der Dämmung der Versorgungsleitungen.

Anklage umfasst vier Fälle

Ende Dezember kam es zum bis dahin schwersten Brand, als mitten in der Nacht Flammen aus drei Kellerboxen des Hauses schlugen. Ein Bewohner des Plattenbaus musste damals mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung in eine Klinik eingeliefert werden.

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Der Angeklagten legt die Staatsanwaltschaft konkret mindestens vier Fälle im Zeitraum vom 24. Oktober 2018 bis zum 6. Januar 2019 zur Last, bei denen sie jeweils im Keller des Mietshauses Feuer gelegt haben soll. Über die Eröffnung des Hauptverfahrens am Amtsgericht ist bislang noch nicht entschieden worden. Mithin steht bisher auch kein Termin für den Prozess fest.

Von Frank Döring

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