Ausschreitungen zu Silvester

Connewitz: Randalierer greifen Polizisten mit Böllern und Steinen an

In der Silvesternacht setzte die Polizei am Connewitzer Kreuz Wasserwerfer gegen Randalierer ein.

In der Silvesternacht setzte die Polizei am Connewitzer Kreuz Wasserwerfer gegen Randalierer ein.

Leipzig. Im Leipziger Szeneviertel Connewitz ist es in der Silvesternacht zu Ausschreitungen gekommen. Als sich die Lage gegen ein Uhr zuspitzte, griff die Polizei massiv ein. Beamte riegelten das Connewitzer Kreuz ab und setzten Wasserwerfer ein. Zuvor hatten Vermummte Container angezündet und offene Feuer in dem Bereich entfacht.

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Als die Beamten den Platz räumten, wurden sie von 40 bis 50 Personen mit Böllern, Steinen und Flaschen attackiert. Die Polizei setzte zwei Wasserwerfer gegen die Angreifer ein. Nach einer Viertelstunde war die Aktion bereits beendet, so eine Sprecherin der Polizei. Die beiden Wasserwerfer wurden abgezogen, als sich die Lage beruhigte.

 Wasserwerfer setzte die Polizei zu Silvester gegen Randalierer am Connewitzer Kreuz ein

Wasserwerfer setzte die Polizei zu Silvester gegen Randalierer am Connewitzer Kreuz ein.

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Panzerfahrzeug und Wasserwerfer standen bereit

Im Vorfeld waren in umliegenden Straßen bereits mehrere hundert Einsatzkräfte postiert worden, darunter Zugriffs- und Beweissicherungseinheiten. In Bereitschaft stand neben den Wasserwerfern auch ein gepanzertes Fahrzeug. Das schwere Gerät war bereits gegen 21 Uhr vom Leipziger Norden in das linksalternativ geprägte Viertel im Süden der Stadt verlegt worden.

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Die Beamten hielten sich zunächst im Hintergrund. Um 23 Uhr hatte es am Kreuz eine friedlich verlaufende Kundgebung gegeben. Aufgerufen zu der Protestaktion „gegen staatliche Repression und Polizeigewalt“ hatte die Initiative für mehr politisches Engagement in Leipzig. In deren Aufruf hieß es unter anderem, das kapitalistische System suche sich immer neue Instrumente, „um die Menschen im Zaum zu halten und Widerspruch im Keim zu ersticken“. Es gehe dem Staat um umfassende Kontrolle und „Konformitätsdruck“. Angemeldet war auch die Demonstration der Satirepartei "Die Partei" unter dem Motto "Bier statt Böller".

In der Biedermannstraße brannte ein Dachstuhl

Auch beim anschließenden Start mit viel Feuerwerk ins neue Jahr gab es noch keinen Grund zum Eingreifen. Allerdings musste zu diesem Zeitpunkt schon die Feuerwehr einen Dachstuhlbrand in der Biedermannstraße löschen.

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Am Connewitzer Kreuz hatten sich laut Polizeimitteilung vom Montag rund 1000 Menschen versammelt. "Ständig gab es weiteren Zulauf aus allen Richtungen", schilderte eine Sprecherin. Nachdem zunächst friedlich gefeiert wurde, eskalierte die Lage später. Autonome zündeten Mülltonnen und weitere Gegenstände an, und die Wasserwerfer rückten an. Diese seien zunächst zum Löschen der Brandherde genutzt worden, so die Polizeidirektion in ihrer Silvesterbilanz am Montag. 40 bis 50 Menschen haben dann laut Polizei Flaschen, Steine und Böller auf die Wasserwerfer und Einsatzkräfte geworfen.

Ermittlungen wegen Landfriedensbruchs

Die Polizei versuchte die militanten Gruppen einzukreisen. Auf Verwarnungen hätten die Angreifer nicht reagiert, so die Polizei weiter. "Nach Lautsprecherdurchsagen gab es weitere Widerstandshandlungen", heißt es weiter. Die Wasserwerfer seien dann auch gegen die Störer eingesetzt worden. Die Beamten nahmen mehrere Personen wegen Landfriedensbruchs in Gewahrsam. "Die Ermittlungen laufen", so die Polizeidirektion. Gegen zwei Uhr habe sich die Lage wieder beruhigt.

Die Leipziger Verkehrsbetriebe hatten vorsorglich wegen „zu erwartender Ereignisse“ den Straßenbahnverkehr über die Karl-Liebknecht-/Richard-Lehmann-Straße ab 22.30 Uhr eingestellt und Buslinien umgeleitet. An den Haltestellen waren vorbeugend die Scheiben entfernt worden.

Von Mario Beck/ gap / lyn

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