Newsletter „Leipzig Update“

Das war der Samstag: Licht und Schatten in Leipzig

Guten Abend, liebe Leserinnen und Leser,

die Energiekrise mit all ihren Folgen trifft in diesem Jahr nahezu alle Menschen. Bei den Tafeln zeigen sich die Folgen besonders drastisch: Die Nachfrage in Sachsen allgemein - und speziell in Leipzig - ist sprunghaft gestiegen. Durch den Ukraine-Krieg und die hohe Inflation brauchen immer mehr Menschen die Unterstützung durch die Ausgabe von Lebensmittelspenden. Zugleich kämpfen die Tafeln selbst mit den Folgen steigender Energiepreise, mit Personalmangel und knapper werdenden Angeboten.

In diesem Jahr will die LVZ mit der Aktion „Ein Licht im Advent“ die Tafeln unterstützen, die sich in unserer Region um die Not vieler sozial benachteiligter Menschen kümmern: In Leipzig, Delitzsch, Grimma, Döbeln, Oschatz, Torgau und Altenburg sowie die Ausgabestelle Borna. Die ehrenamtlichen Helfer brauchen Unterstützung – von dringend zusätzlicher personeller Verstärkung bis zur Anschaffung neuer, energiesparender Kühltechnik. Der Leipziger Tafel-Leiter, Werner Wehmer, schildert im Interview die Sorgen und Nöte der Menschen, aber auch die über die Zukunft der Tafel.

Die Zahl der Bedürftigen ist in den letzten Monaten stark gestiegen. Wir stehen mitten in einer riesigen Herausforderung.“

Der Leipziger Tafel-Chef Werner Wehmer

Im vorigen Jahr haben Sie mit Ihren großzügigen Spenden sieben hilfsbedürftigen Menschen und Vereinen in Leipzig und der Region geholfen. Im sechsten Jahr der LVZ-Aktion „Ein Licht im Advent“ kamen so mehr als 150.000 Euro zusammen. Ihre Solidarität hat den Unterschied gemacht – und auch in diesem Jahr, in dem viele von Ihnen ebenso auf das Geld schauen müssen, hilft jeder noch so kleine Beitrag. Und im Podcast „LVZ Unsere Story“ sprach Chefredakteurin Hannah Suppa mit Tafel-Chef Werner Wehmer über die Herausforderungen des Hilfsprojekts.

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Harter Schnitt: Vor dem bisher größten Einsatz in diesem Jahr stand die Polizei in der Messestadt. Bis zu 15.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer erwarteten die Organisatoren der rechten Demonstration „Ami go home“, die auf dem Simsonplatz stattfand. Nach derzeitigem Stand waren es nach Schätzungen der Behörden 800 bis 900 Menschen. Mit dabei waren auch Jürgen Elsässer, Herausgeber des rechtsextremen Magazins „Compact“, und der ehemalige AfD-Politiker André Poggenburg.

Mehr als 1000 linke Gegendemonstranten stellten - oder setzten - sich ihnen in den Weg. Es gab einige Auseinandersetzungen, Polizeiabsperrungen wurden von den linken Kräften durchbrochen. Mit Sitzblockaden wollten sie verhindern, dass die Teilnehmer der „Ami go home“-Demo ihren geplanten Zug durch das Zentrum-West umsetzen konnten. Bis in den Abend hinein kam es zu Blockaden von Links, teilweise wurde von rechts Pyrotechnik eingesetzt. Wir begleiteten mit mehreren Kollegen die komplexe Situation und beschrieben sie in unserem LVZ-Ticker. Auch am Sonntag werden wir an dem Thema dran bleiben und die Hintergründe analysieren.

Schon im Vorfeld hatte mein Kollege Björn Meine die Gelegenheit, den US-Generalkonsul nach seiner Einschätzung der angemeldeten Großdemo zu fragen. Gleichzeitig betonte Kenichiro Toko, dass die Zusammenarbeit mit dem Freistaat Sachsen ausgebaut werden solle.

 

Bild des Tages

Mit einer historischen Dampflok ist der Weihnachtsmann am Samstag im Leipziger Hauptbahnhof eingefahren. Es war der erste Besuch des Rauschebarts nach zwei Jahren pandemiebedingter Pause.

Mit einer historischen Dampflok ist der Weihnachtsmann am Samstag im Leipziger Hauptbahnhof eingefahren. Es war der erste Besuch des Rauschebarts nach zwei Jahren pandemiebedingter Pause.

 

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  • Doppel-M und Leipziger Löffelfamilie in der Krise: Stark gestiegene Energiekosten und Sparmaßnahmen der Regierung - Leuchtreklametafeln wie die Löffelfamilie und das Doppel-M sind aktuell schwer zu betreiben – leuchtet Leipzig bald weniger? Meine Kollegin Roberta Knoll hat sich bei den Verantwortlichen umgehört. Ganz so düster sind die Aussichten wohl nicht. Aber...
  • Strahlende Kinderaugen: Der Weihnachtsmann besucht Leipzig - endlich wieder. Zwei Jahre konnte der Rauschebart wegen coronabedingten Weihnachtsmarktpause nicht mit seiner Dampflok vorfahren. Deswegen war die Freude bei den kleinen Leipzigerinnen und Leipzigern umso größer. Das zeigt auch unser Video. Wie die Stimmung am Hauptbahnhof war, weiß meine Kollegin Friederike Pick zu berichten.
  • Brief an Lauterbach: In mehreren Kliniken ist der Pflegebonus für Beschäftigte im Gesundheitswesen mit dem Oktobergehalt ausgezahlt worden. Oder auch nicht: Vorstand und Personalrat des Universitätsklinikums Leipzig (UKL) kritisieren in einem offenen Brief an Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD), dass zahlreiche Beschäftigte von der Zahlung ausgenommen seien. Mein Kollege Björn Meine hat sich die Argumente angehört.
  • Früher „Slizzig“, heute Schleußig: Der Leipziger Stadtteil entstand nahezu parallel mit dem Siegeszug der Postkarten. Der Verein Pro Leipzig legt ein Buch vor, das den Stadtteil auf alten Ansichtskarten vorstellt – vom Hochwasser bis zu bunten Nachmittagen mit Familie und Freunden im Café. LVZ-Reporter Mathias Orbeck hat sich das Buch und die Karten angesehen.
  • Dreiste Masche: Seit Corona boomt das Geschäft mit Wohnmobilen. Die Firma „Eurocamp Sachsen“ aus dem nordsächsischen Süptitz verkaufte Exemplare mit manipuliertem Kilometerstand. Trotz Hinweisen und Anklage lief der Verkauf auf Portalen im Internet weiter. Eine Plattform hat nun Konsequenzen gezogen, weiß Katharina Jacob.

Zitat des Tages

Ich kann nicht akzeptieren, dass Rechte einfach so durch die Straßen laufen. Das geht nicht.“

Eine junge Gegendemonstrantin, die sich an einer Sitzblockade gegen "Ami go home" beteiligte

Das wird morgen für Leipzig wichtig

  • WM-Gruppenspiel: Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft steht nach der Auftaktniederlage gegen Japan schon mit dem Rücken zur Wand. Ein Sieg gegen Titel-Mitfavorit Spanien ist somit Pflicht. Ob Hansi Flicks Team das schafft, können Sie ab 20 Uhr im ZDF erleben.
  • Zum 1. Advent: Der Leipziger Jazzchor Chornfeld und das Vokalensemble Quintense laden dazu ein, in entrückten Zeiten zusammenzukommen und mit einer großen musikalischen Vielfalt aus Jazz und Pop den Beginn der Weihnachtszeit zu genießen. Los geht‘s um 17 Uhr in der Peterskirche am Gaudigplatz. Tickets gibt es für 18 Euro, ermäßigt 15 Euro, an der Abendkasse.
  • Ab zur Feinkost: Wer kein Fan des massentauglichen Weihnachtsmarktes in der Leipziger City ist, der hat am Sonntag dank des kleinen Bruders auf dem Feinkost-Hof eine charmante Alternative. Der liebevoll dekorierte und größtenteils überdachte Innenhof des alten Brauereigeländes in der Karl-Liebknecht-Straße 26 bietet an rund 30 Ständen originelle und nachhaltige Geschenke, Handwerk und Kunst, Leckereien sowieso.
 

Ich wünsche Ihnen einen angenehmen Abend und einen schönen Sonntag,

Ihr

Reik Anton, Chef vom Dienst

 

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