Newsletter „Leipzig Update“

Der Donnerstag in Leipzig: Als um 11 die Handys schrillten

Guten Abend, liebe Leserinnen und Leser,

Sirenen, Durchsagen, Meldungen auf Smartphones, im Radio und TV – zum heutigen bundesweiten Warntag haben 11 Uhr verschiedene Warnmittel Alarm geschlagen. Koordiniert vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) wurde der gesamte Warnmittelmix getestet. Das neue Cell-Broadcast-System hat beim bundesweiten Warntag den Probelauf bestanden, lobten sächsische Katastrophenschützer.

Vergleichsweise still blieb es im Stadtgebiet Leipzig, als der anderswo Sirenenalarm ertönte. Was bei einigen Bürger für Unverständnis sorgte, hatte einen Grund: Die Kommune verfügt über kein flächendeckendes Sirenennetz wie andere Städte. Man habe die Einführung eines solchen kostenintensiven Systems geprüft, berichtete Uwe Efer, bei der Branddirektion zuständig für Katastrophen- und Bevölkerungsschutz. Wer kein kompatibles Smartphone hatte oder anderswo von dem Probealarm mitbekam, blieb also uninformiert.

Cell Broadcast ist ein Meilenstein für die Warnung der Bevölkerung, ab Februar 2023 soll es betriebsbereit sein.

Uwe Efer, Brandschutzdirektion Leipzig

Hinter Cell Broadcast verbirgt sich ein Verfahren, das Warnungen auf Handys schickt, ohne dass es nötig ist, eine App zu installieren. Das erstmals eingesetzte System, Warnmitteilungen an Handys in Mobilfunkzellen in potenziellen Gefahrengebieten zu senden, war auch der Grund dafür, dass der bundesweite Warntag diesmal im Dezember über die Bühne ging.

Maximal 30 Sekunden sollten vergehen vom Auslösen des Alarms bis zur Warnmeldung auf dem Endgerät mit Infos zur Gefahrenquelle und Handlungsanweisungen. Beim Probelauf legte Cell Broadcast auf vielen Geräten einen leichten Frühstart hin, ebenso wie die Warn-App Nina. Es berichteten allerdings einige Nutzer, dass sie die neue Handy-Warnung erst deutlich später oder gar nicht erhalten hätten. Auch Nina warnte bei einigen nur stumm. Bei den meisten der rund 900 User, die sich bis gegen 13 Uhr via Facebook bei der LVZ gemeldet hatten, kam die Warnungen pünktlich und weitgehend reibungslos.

Reporter Frank Döring hat den Warntag verfolgt und mit den Behörden ausgewertet, wie der Tag aus sächsischer Sicht gelaufen ist. Hier lesen Sie seinen Text.

 

Bild des Tages

50 langjährige LVZ-Abonnenten erhielten am Donnerstag als Dankeschön für ihre Treue einen Einblick in die Newsrooms der LVZ in Leipzig. Reporterchef Thomas Lieb (r.) und Robert Nößler (Mitglied der Chefredaktion) führten die Leserinnen und Leser durch die Redaktion, erklärten Abläufe und beantworteten viele Fragen. Im Anschluss gab's beim Adventskaffe einen Austausch zur Themen, Zeitungsgewohnheiten  und Digitalisierung.

50 langjährige LVZ-Abonnenten erhielten am Donnerstag als Dankeschön für ihre Treue einen Einblick in die Newsrooms der LVZ in Leipzig. Reporterchef Thomas Lieb (r.) und Robert Nößler (Mitglied der Chefredaktion) führten die Leserinnen und Leser durch die Redaktion, erklärten Abläufe und beantworteten viele Fragen. Im Anschluss gab's beim Adventskaffe einen Austausch zur Themen, Zeitungsgewohnheiten und Digitalisierung.

 
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Fünf Lese-Empfehlungen für Sie

  • Leipziger Waldstraßenviertel: In drei Verfahren hat das Leipziger Verwaltungsgericht die städtische Regelung zum Bewohnerparken im Waldstraßenviertel für wirksam erklärt. Die Kläger werden gegen die Entscheidung wahrscheinlich Berufung einlegen. Frank Döring hat die Verhandlung verfolgt.
  • Offener Brief an Ministerpräsident Kretschmer: Auch für die Studierenden in Sachsen ist die aktuelle Lage wegen der Preiserhöhungen in vielen Bereichen schwierig. Einige stehen mit dem Rücken zur Wand, warnt die Konferenz Sächsischer Studierendenschaften und appelliert an Ministerpräsident Michael Kretschmer. Teurer wird auch die Miete in Studenten-Wohnheimen. Das Leipziger Studentenwerk kündigte beispielsweise an, 2023 die Mieten in den Wohnheimen in zwei Schritten zu erhöhen. Auch Studierende stimmten dafür. Mathias Wöbking hat nach den Gründen gefragt.
  • Großkontrolle im Stadtzentrum: Fahren unter Alkohol oder Betäubungsmitteln: Die Leipziger Polizei überprüft am Donnerstag bis in die Abendstunden schwerpunktmäßig die Fahrtüchtigkeit der Verkehrsteilnehmer. Einsatzort ist die Innenstadt. Friederike Pick war dabei.
  • Wolf streift durch Delitzsch: Ein Wolf hat am Montag das Stadtgebiet von Delitzsch gestreift. Bisher gab es dafür keinen bildlichen Beweis. Jetzt zeigt ein Video einer Hofkamera das Tier. Die Aufnahmen der Kamera sehen Sie im verlinkten Text.
  • Museum für Völkerkunde überarbeitet Ausstellung: Das Leipziger Museum für Völkerkunde eröffnet einen weiteren Teilbereich und stellt sich aktuellen Debatten wie dem Thema Benin-Bronzen. Museal wird die Kneipe Weißes Roß. Sie musste 2019 schließen und ist nun im Museum wiederauferstanden. Jürgen Kleindienst hat sich umgeschaut.
 

Zitat des Tages

Nee, ich gehe jetzt mir Dir kein Bier trinken.

Michael Kretschmer, Ministerpräsident Sachsen

Zu wem Kretschmer diesen Satz sagte und warum, lesen Sie hier.

 

Das wird morgen für Leipzig wichtig

  • Im Prozess gegen Ex-MDR-Unterhaltungschef Udo Foht soll MDR-Intendantin Karola Wille am Freitag als Zeugin aussagen. Der Skandal rund um den Fernsehmanager in dem öffentlich-rechtlichen ARD-Sender kam 2011 ans Licht. Die Staatsanwaltschaft wirft dem früheren TV-Manager im Tatzeitraum ab Februar 2008 Betrug, Untreue, Bestechlichkeit und Steuerhinterziehung im Zusammenhang mit seiner beruflichen Tätigkeit zum Nachteil verschiedener mutmaßlich Geschädigter vor.
  • Start der vierteiligen Online-Schulungsreihe im Rahmen des Projekts „Sehen. Verstehen. Stärken - Die Arche!“ Pädagogen aus Leipzig, Dresden und Meißen erhalten Wissen zur Förderung der seelischen Gesundheit von Kindern und Jugendlichen. Am stärksten sind davon sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche betroffen.
 

Ich wünsche Ihnen einen schönen Abend,

Ihr Thomas Lieb

(Reporterchef)

 

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„Unsere Story“

Bis 2024 sollen eigentlich 200 Windräder mehr in Sachsen stehen. In diesem Jahr sind fünf dazu gekommen. Warum hinkt Sachsen in der Energiewende so hinterher? Diese Frage beantwortet LVZ-Reporter Andreas Debski in dieser Folge.

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