Sind Sie bereits Abonnent? Hier anmelden

 

Sind Sie bereits Abonnent? Hier anmelden

Zunächst 500 weitere Plätze

DRK öffnet am Sonnabend Messehalle in Leipzig für Flüchtlinge aus der Ukraine

Die Halle 4 auf der Messe Leipzig diente schon 2015 als Notunterkunft für Flüchtlinge.

Die Halle 4 auf der Messe Leipzig diente schon 2015 als Notunterkunft für Flüchtlinge.

Leipzig. Die Landesdirektion Sachsen machte am Samstag offiziell, was am Freitag schon angedeutet wurde: Im Laufe des Tages werden ukrainische Vertriebene in einer Halle der Messe Leipzig untergebracht. Schon am Sonnabend sollen bis zu 500 Personen dort ein Quartier erhalten können. Im Verlaufe der nächsten Tage werde die Aufnahmekapazität auf bis zu 1700 Plätze erweitert, informierte die Behörde. Die Messehalle 4 soll den Angaben zufolge zunächst bis April als Notunterkunft genutzt werden.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

DRK Sachsen bereitet Messehalle für Flüchtlinge vor

Die Messe Leipzig wurde 2015 schon einmal als Erstankunftsort – damals für Asylsuchende aus dem Syrienkrieg – genutzt. Gegenwärtig wird die Einrichtung vorbereitet, was der Landesverband des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) koordiniert. Das DRK Sachsen ist zugleich auch der künftige Betreiber der Notunterkunft.

Lesen Sie auch:

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Zum Wochenstart soll dann – wie bereits 2015 – die Ernst-Grube-Halle am Leipziger Sportforum auch als Unterkunft für 350 Geflüchtete vorbereitet werden, so Direktionssprecher Holm Felber. Bereits am Freitagabend wurde Flüchtlinge in der Arena Leipzig untergebracht, die vom Betreiber der Stadt Leipzig als Notunterkunft für einen Zeitraum von zunächst zwei Wochen zur Verfügung gestellt wurde.

Martin Buhl-Wagner, Sprecher der Leipziger Messe: „Solidarität und aktive Hilfe sind das Gebot der Stunde. Wir möchten dazu beitragen, die dringend notwendige Hilfe für die Erstunterbringung und -versorgung der Geflüchteten zu gewährleisten. Als weltoffenes, international tätiges Unternehmen halten wir das nicht nur für unsere Pflicht, es entspricht auch unserer Überzeugung.“ Messe-Geschäftsführer Markus Geisenberger ergänzte: „Die Leipziger Messe steht immer zur Stelle, wenn schnell und in erheblicher Größenordnung Hilfe benötigt wird. Ob Erstaufnahmeeinrichtungen, Impfzentren, Testzentren oder jetzt als Notunterkunft für Kriegsflüchtlinge. Wir können und wir werden helfen.“

Alle Veranstaltungen auf der Leipziger Messe sollen wie geplant stattfinden. Die Messehalle 4 verfügt über eigene Zugänge.

3000 Ukrainer in sächsischen Aufnahmeeinrichtungen

Mit der Unterbringung in der Messehalle reagiert die Landesdirektion auf den weiterhin starken Zustrom von Flüchtlingen aus der Ukraine nach Deutschland und damit auch nach Sachsen. Vertriebenen, die nicht bereits auf eigene Initiative oder vermittelt durch Familie, Freunde oder Unterstützer eine private oder kommunale Unterkunft finden konnten, stellt die Landesdirektion Sachsen ein Quartier in den Aufnahmeeinrichtungen des Freistaates Sachsen zur Verfügung.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

In den Unterkünften der sächsischen Aufnahmeeinrichtungen leben mit Stand von Samstagmorgen 2694 Vertriebene aus der Ukraine sowie 2673 Asylbewerber. Damit sind die Unterkünfte beim Freistaat erstmals zu mehr als der Hälfte mit Menschen aus der Ukraine belegt. Insgesamt verfügen die Unterbringungseinrichtungen beim Freistaat einschließlich der 500 Quartiere in der Leipziger Messehalle dann über 7486 Plätze.

Von thl

Mehr aus Leipzig

 
 
 
 
 
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.