Hohe Lebenshaltungskosten

„Die Arche“ warnt: Im Winter könnten viele Kinder hungern – auch in Leipzig

Laut Informationen des Magazins „Stern“ sind fast drei Millionen Mädchen und Jungen in Deutschland armutsgefährdet.

Laut Informationen des Magazins „Stern“ sind fast drei Millionen Mädchen und Jungen in Deutschland armutsgefährdet.

Leipzig. Die steigenden Lebenshaltungkosten treiben Familien an ihre finanziellen Grenzen: Wie aus einem Bericht des Magazins „Stern“ hervorgeht, sind fast drei Millionen Mädchen und Jungen armutsgefährdet. Nach Informationen des Kinder- und Jugendhilfswerks „Die Arche“ leben auch in Leipzig 20 bis 25 Prozent der Kinder in Armut oder an der Armutsgrenze.

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Besonders Familien mit geringverdienenden Eltern sowie Eltern, die Sozialleistungen beziehen, stehen schwierige Zeiten bevor. Ursache dafür sind die steigenden Preise für Lebensmittel und Energie. „Nun kommen schon zur Monatsmitte Anfragen von Familien, bei denen es sehr knapp wird“, sagte Adrienn Schmidt, Leiterin des Kinder- und Jugendhilfswerks „Die Arche“ in Leipzig, dem Magazin. „Wenn nichts passiert, werden in diesem Winter viele Kinder hungern“, befürchtet sie.

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„In allen Archen bundesweit steigen die Anfragen nach Lebensmitteln“, berichtet Arche-Sprecher Wolfgang Büscher. So schlimm sei es in seinen Jahren bei der Kinderstiftung noch nie gewesen, selbst während der Corona-Pandemie nicht. Die Familien seien am Ende ihrer Möglichkeiten, so Büscher. „Sie sparen schon an allen Ecken und Kanten, lassen den Fernseher aus und nehmen abends lieber eine Decke mehr anstatt zu heizen“, führt er aus. Betroffene Eltern quält die Sorge um die Versorgung ihrer Kinder. „Der Gedanke, ich kann mein Kind nicht mehr ernähren, ist grauenvoll“, berichtet Leipzigerin Giannina Feige im „Stern“.

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Drittes Entlastungspaket nicht ausreichend

Um Familien zu helfen, hat die Bundesregierung in ihrem dritten Entlastungspaket unter anderem beschlossen, das Kindergeld für die ersten beiden Kinder um 18 Euro zu erhöhen. Auch das Wohngeld sowie das Bürgergeld, welches Hartz IV ersetzen wird, sollen ab dem 1. Januar 2023 steigen. Doch das sei nicht genug, findet Büscher. Die Regierung müsse gezielt junge Mütter und Kinder unterstützen, betont er. "Denn Kinder sind unsere Zukunft."

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Von LVZ/Fabienne Küchler

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